N62: Wie viele Warnschüsse braucht es noch?

Zum wiederholten Male wurde das Bushäuschen zwischen Lengeler-Bahnhof und Dürler von einem Lkw regelrecht abrasiert. Es grenzt an ein Wunder, dass bislang noch kein Mensch zu Schaden gekommen ist.

Täglich heulen entlang der N62 die Sirenen. Täglich sind Rettungsdienste und Feuerwehren im Einsatz. Dennoch scheint die Politik seit Jahrzehnten tatenlos zuzusehen.

Die zeitgleiche Sperrung der N7 aufgrund eines Verkehrsunfalls hat die ganze Misere erneut offengelegt: kilometerlange Staus, chaotische Verkehrsverhältnisse und sogar Pendler, die über Feld- und Waldwege nach Ausweichrouten suchten.

Seit Jahren wird über eine Umgehungsstraße diskutiert. Doch eigentlich braucht die Region eine echte Entlastungsstraße, die den stetig wachsenden Transitverkehr aus den Dörfern herausholt. Das Verkehrsaufkommen zwischen St.Vith und Wemperhardt spottet längst jeder Beschreibung und belastet die Lebensqualität der Anwohner erheblich. Müssen erst Tanklastzüge verunglücken, Häuser beschädigt oder gar Menschen getötet werden, bevor in Namur gehandelt wird? Ich weiß, Namur ist weit entfernt und die Politiker kümmern sich lieber um Projekte, die direkt ihre Wähler ansprechen.

Die Menschen entlang der N62 leben jedenfalls auf einem verkehrstechnischen Pulverfass. Die Frage ist nicht mehr, ob etwas geschieht, sondern wann. Wer die Warnsignale weiterhin ignoriert, darf sich nicht wundern, wenn die Bürger irgendwann selbst Druck machen und mit Protestaktionen oder Straßensperren auf ihre Situation aufmerksam werden. Die Anrainer des Brenner-Passes erachte ich hierbei als sehr gute Vorbilder! Die N62 braucht keine weiteren Studien und Sonntagsreden. Sie braucht endlich eine Lösung.

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