Im Training bekommt Seys regelmäßig die Gelegenheit, sich mit dem Flügelstürmer von Manchester City zu messen. Eine Aufgabe, die alles andere als einfach ist. „Für mich gehört Jérémy schon jetzt auf das allerhöchste Niveau, vergleichbar mit Lamine Yamal“, erklärte Seys am Freitag während eines Medientermins im WM-Quartier der Belgier in Renton. „Jérémy ist sogar noch stärker und explosiver. Es ist beeindruckend, was er macht. Man bekommt ihm den Ball fast nicht ab.“
Der junge Westflame geriet regelrecht ins Schwärmen, als er über die Qualitäten seines Teamkollegen sprach. „Kann man ihn stoppen? Eigentlich kann man sehr wenig machen. Man versucht höchstens, ihn auf seinen linken Fuß zu lenken – aber selbst dann bleibt es schwierig.“
Ganz ernst werde es in den Trainingsduellen allerdings nicht. „Wir gehen natürlich nicht mit letzter Konsequenz in jeden Zweikampf. Wir sind hier nicht, um uns gegenseitig zu verletzen“, ergänzte Seys mit einem Lächeln.
Konkurrenzkampf auf den Außenbahnen
Für Seys selbst steht bei dieser WM primär das Lernen im Vordergrund. Mit Thomas Meunier, Timothy Castagne, Maxim De Cuyper und Diego Moreira ist die Konkurrenz auf den Außenverteidigerpositionen groß. Ein Vorteil für den Brügger: Er kann sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite eingesetzt werden. „Zunächst einmal bin ich einfach froh und dankbar, hier dabei zu sein. Das ist eine großartige Erfahrung“, sagte Seys. „Alles, was ich hier lerne, wird mir in Zukunft helfen. Ich möchte dem Trainer zeigen, was ich kann, und bereit sein, wenn ich gebraucht werde.“
Als Linksfuß fühlt er sich auf der linken Seite zwar etwas wohler, sieht aber auch Vorteile auf rechts. „Links wirkt für mich natürlicher, weil ich dort mit meinem starken Fuß spiele. Rechts kann man dagegen häufiger nach innen ziehen. Beide Positionen haben ihren Reiz.“
„Das ist die Spitze der Spitze.“
Obwohl Seys mit Club Brügge bereits mehrfach in der Champions League gegen europäische Topteams gespielt hat, erlebt er das Niveau bei der Nationalmannschaft noch einmal als Steigerung. „Die Qualität und Intensität im Training sind enorm“, gab er zu. „Das hier ist die Spitze der Spitze. Wenn Kevin De Bruyne aufs Tor schießt, landet fast jeder Ball perfekt im Winkel oder direkt neben dem Pfosten. So etwas sieht man im belgischen Fußball nicht.“ (calü)



Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren