Gemüsekonsum in Belgien bleibt seit Jahren zu niedrig

<p>Die Belgier essen seit Jahren weniger Gemüse als empfohlen.</p>
Die Belgier essen seit Jahren weniger Gemüse als empfohlen. | Illustrationsbild: picture alliance/dpa

„Aus den Zahlen zum Verbrauch zu Hause, die YouGov Belgien für uns erhebt, geht hervor, dass der Konsum 2025 zwar um ein Prozent gestiegen ist. Er schwankt aber seit Jahren zwischen 35 und 37 Kilogramm pro Kopf und Jahr. Das ist zu wenig“, sagt VLAM-Sprecherin Liliane Driesen.

Empfohlen werden derzeit 300 Gramm Gemüse pro Tag. Ernährungsexperten verweisen auf mehrere Vorteile: Gemüse liefert Energie, Ballaststoffe und Vitamine und sorgt für ein stärkeres Sättigungsgefühl. Ballaststoffe tragen außerdem dazu bei, dass Kohlenhydrate langsamer und gleichmäßiger aufgenommen werden. Dadurch kommt es seltener zu einem plötzlichen Abfall des Blutzuckerspiegels oder zu einem Energietief nach dem Essen.

Ein Grund für den niedrigen Gemüsekonsum ist laut VLAM, dass Belgier Gemüse vor allem bei der Hauptmahlzeit essen, aber deutlich seltener zu anderen Tageszeiten. Deshalb setzt das Zentrum mit einer neuen Kampagne auf einen besser über den Tag verteilten Gemüsekonsum. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Gemüse beim Mittagessen.

„Gemüse zum Mittagessen hinzuzufügen, muss selbstverständlich werden – eine neue Routine“, heißt es beim VLAM.

Die Kampagne richtet sich vor allem an 18- bis 34-Jährige. Sie umfasst eine Reihe kurzer Online-Videos mit dem Fernsehmoderator Hakim Chatar unter dem Slogan „Smos alles, vlam gewoon groenten op je lunch“. Darin zeigt Chatar einfache Möglichkeiten, klassische Lunchgerichte mit Gemüse zu ergänzen.

Der Fokus liege auf Lösungen, die in den hektischen Alltag von Studenten, jungen Arbeitnehmern und jungen Familien passen: schnell, bezahlbar, lecker und ohne komplizierte Kochtechniken, so das VLAM. (belga/rt)

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