CSD-Banner am Kreisverkehr „An den Linden“ in St.Vith mehrfach zerstört

<p>Mittlerweile wurden neue Banner angebracht.</p>
Mittlerweile wurden neue Banner angebracht. | Fotos: Jan Johanns

Die Initiative Queerfeldein hatte die Werbung Ende vergangener Woche aufgehängt. Wenige Stunden später seien Kabelbinder durchtrennt worden. Das Banner konnte zunächst wieder befestigt werden. In den folgenden Nächten seien die Schäden größer gewesen. Banner seien zerschnitten, ein geflicktes Exemplar später entfernt worden. Bettlaken mit der Aufschrift „So sieht Hass gegen Vielfalt aus“ seien abgehängt und im Müll gefunden worden. Queerfeldein hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Hinweise können der Polizei oder der Initiative gemeldet werden.

Clara Falkenberg von Queerfeldein sagte, Sachbeschädigung sei keine Lösung. Für die Initiative seien die Vorfälle zugleich ein Zeichen, weiterzumachen. Auf Facebook schrieb das Team: „Neuer Tag, neuer Hass. So wie es aussieht ist ein CSD mehr als nötig!“ Weiter heißt es dort: „Jetzt erst recht.“ Die Gruppe kündigte an: „Wir sind sichtbar. Wir sind laut. Und wenn euch das nicht passt, seid ihr der Grund, warum Pride noch immer nötig ist.“

Die Stadt St.Vith verurteilte die Zerstörungen in einer Stellungnahme scharf. Bürgermeister Werner Henkes erklärte, in der Nacht von Samstag auf Sonntag sei das Queerfeldein-Banner erneut beschädigt worden. Werner Henkes sprach von Vandalismus, der nicht nur materiellen Schaden verursache, sondern auch als Angriff auf die Würde und Gleichberechtigung aller Menschen zu verstehen sei. St.Vith stehe für Vielfalt, Respekt und Toleranz. Jeder Mensch habe unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung oder Weltanschauung das Recht, sicher und frei zu leben, sich zu versammeln und Überzeugungen auszuüben. Angriffe auf Symbole oder Veranstaltungen, die gleiche Rechte und Sichtbarkeit fördern, schadeten dem Zusammenhalt der Gemeinschaft. Die Stadt ruft dazu auf, respektvoll zu diskutieren, Gewalt und Beschimpfungen klar zurückzuweisen und Hinweise an die Polizei unter 080/291 410 zu melden. (red/jj)

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