Lebensmittelinflation sinkt in Belgien erstmals seit 2021 unter ein Prozent

<p>Die Supermarktpreise stabilisieren sich hierzulande weiter.</p>
Die Supermarktpreise stabilisieren sich hierzulande weiter. | Foto: Photo News

Demnach sank die Teuerungsrate bei Lebensmitteln von 1,18 Prozent im April auf nur noch 0,27 Prozent im Mai. Damit liegt die Lebensmittelinflation erstmals seit Dezember 2021 wieder unter der Marke von einem Prozent.

Für ihre Untersuchung beobachtet Testachats die Preise von rund 3.000 Produkten in den Supermarktketten Albert Heijn, Carrefour, Colruyt, Delhaize, Aldi und Lidl. Die jüngsten Zahlen bestätigen laut der Organisation den Trend zu einer allmählichen Stabilisierung der Preise.

Allerdings entwickeln sich die einzelnen Produktgruppen sehr unterschiedlich. Besonders deutlich verteuert hat sich im Mai Fleisch. Die Preise in dieser Kategorie stiegen durchschnittlich um vier Prozent. Besonders stark fielen die Aufschläge bei Lammfleisch (+18 Prozent), Steak (+8 Prozent) und rohem Hackfleisch (+7 Prozent) aus. Auch Kaffee wurde spürbar teurer: Kaffeepads kosteten elf Prozent mehr als im Vormonat, gemahlener Kaffee sieben Prozent. Bei Obst verzeichneten Heidelbeeren (+10 Prozent) und Zitronen (+6 Prozent) die größten Preissteigerungen.

Auf der anderen Seite wurden einige Produkte deutlich günstiger. Gemüse verbilligte sich im Schnitt um fünf Prozent, Tiefkühlprodukte und Tiernahrung jeweils um rund ein Prozent. Besonders stark sanken die Preise für Kartoffeln (-11 Prozent), Karotten (-10 Prozent), kernlose Trauben (-6 Prozent), Eisbergsalat (-6 Prozent) und Granny-Smith-Äpfel (-5 Prozent).

Trotz der positiven Entwicklung mahnt Testachats zur Vorsicht. Der Rückgang der Inflation bedeute nicht automatisch, dass die Preise generell sinken. Vielmehr verlangsame sich lediglich das Tempo der Preissteigerungen.

„Die Abschwächung der Inflation ist ein ermutigendes Signal für die Wirtschaft und trägt dazu bei, die Kaufkraft der Haushalte zu erhalten“, erklärt die Organisation. Gleichzeitig lägen die Preise vieler Lebensmittel und Alltagsprodukte weiterhin deutlich über dem Niveau vor der Inflationskrise. (belga/calü)

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