Neues Ligaformat beschlossen: Weniger Aufstiegschancen für die AS Eupen

<p>Die AS Eupen will möglichst schnell zurück ins belgische Fußball-Oberhaus. Ab der Saison 2026/27 gelten dafür jedoch neue Aufstiegsregeln in der Challenger Pro League.</p>
Die AS Eupen will möglichst schnell zurück ins belgische Fußball-Oberhaus. Ab der Saison 2026/27 gelten dafür jedoch neue Aufstiegsregeln in der Challenger Pro League. | Foto: belga

Für die „Pandas“ wird der Weg zurück in die 1. Division steiniger. Während in der vergangenen Saison noch drei Vereine den Sprung nach oben schafften – SK Beveren mit dem Ameler Profi Christian Brüls und KV Kortrijk direkt sowie Lommel über die Aufstiegs-Play-offs –, werden künftig nur noch zwei Tickets für die Jupiler Pro League vergeben.

Die zweite Liga wird künftig aus 15 Mannschaften bestehen. Der Meister steigt direkt auf. Die Teams auf den Plätzen zwei bis fünf spielen anschließend in Play-offs den zweiten Aufsteiger aus. Dabei trifft der Zweite auf den Fünften und der Dritte auf den Vierten. Die Sieger dieser Duelle bestreiten anschließend ein Finale. Sämtliche Begegnungen werden im Hin- und Rückspiel ausgetragen.

Für die AS Eupen bedeutet das: Ein Platz unter den ersten Fünf reicht zwar weiterhin, um von der Rückkehr ins Oberhaus träumen zu dürfen. Im Vergleich zum Modell der letzten Saison sinken die Aufstiegschancen jedoch, da nur noch zwei statt zuletzt drei Vereine den Sprung nach oben schaffen können.

Auch in der 1. Division stehen Veränderungen an. Die Jupiler Pro League wird künftig wieder mit 18 Vereinen und ohne Play-offs ausgetragen. Die beiden Tabellenletzten steigen direkt ab – ähnlich wie in der niederländischen Eredivisie. In der vergangenen Saison musste Dender diesen bitteren Gang antreten. Aufgrund der Ligareform gab es in der abgelaufenen Spielzeit lediglich einen Absteiger.

Eine weitere wichtige Neuerung betrifft die U23-Mannschaften der Erstligisten. Die bisher geltenden Schutzregelungen in der Challenger Pro League werden abgeschafft. Nachwuchsteams können künftig wie alle anderen Vereine sportlich aus der zweiten Liga absteigen. Hintergrund ist eine Entscheidung der belgischen Wettbewerbsbehörde, die die bisherigen Quoten als rechtswidrig eingestuft hatte.

Auch das Gesicht der Challenger Pro League verändert sich. Neu dabei sind Sporting Hasselt und Excelsior Virton, die den Aufstieg aus der höchsten Amateurliga geschafft haben. Den umgekehrten Weg mussten Olympic Charleroi und RWDM Molenbeek antreten.

Die Pro League spricht von einem „sportlich fairen und kommerziell attraktiven“ Wettbewerbsmodell. Bevor die Reform endgültig umgesetzt wird, muss allerdings noch der Hohe Rat des belgischen Fußballverbands seine Zustimmung erteilen. (calü)

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