Insgesamt sollen sich sechs Personen vor der Ratskammer verantworten. Gegen drei Verdächtige strebt die Staatsanwaltschaft eine Anklage wegen versuchter Geiselnahme an. Die drei weiteren Beschuldigten stehen im Verdacht, einer kriminellen Vereinigung anzugehören.
Der Fall hatte im September 2022 landesweit für Aufsehen gesorgt. Damals wurde Van Quickenborne über eine „sehr konkrete Bedrohung“ seiner Person informiert. Die Sicherheitsmaßnahmen rund um sein Wohnhaus in Kortrijk wurden umgehend verschärft.
In der Nähe seines Hauses entdeckte die Polizei ein verdächtiges Fahrzeug. Darin fanden die Ermittler unter anderem Waffen, Kabelbinder und mehrere Benzinkanister. Die Hinweise deuteten auf einen möglichen Entführungsplan aus dem Umfeld der organisierten Drogenkriminalität hin.
Aus Sicherheitsgründen wurden der damalige Justizminister und seine Familie damals in ein sicheres Versteck gebracht. Kurz darauf nahm die Polizei vier niederländische Verdächtige fest. Im Verlauf der Ermittlungen kamen zwei weitere Festnahmen hinzu.
Nach zusätzlichen Untersuchungen ist die föderale Staatsanwaltschaft nun zu dem Schluss gekommen, dass die Beweislage ausreicht, um gegen drei der Beschuldigten wegen versuchter Geiselnahme vorzugehen. Die Ratskammer wird nun entscheiden, ob die Verdächtigen tatsächlich vor Gericht gestellt werden. (belga/calü)

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