Die Vereinbarung wurde bereits am Samstag in der Cegeka Arena unterzeichnet und am Montag von der Generalversammlung des Erstligisten bestätigt. Über die Höhe der Investition vereinbarten beide Seiten Stillschweigen.
„Diese Investition gibt mir wirklich das Gefühl, nach Hause zurückzukehren“, erklärte Courtois. „Mit diesem Engagement möchte ich dem Verein helfen, weiter zu wachsen und seine sportlichen Ambitionen zu stärken. Von Limburg bis an die Spitze Europas.“
Der Nationaltorhüter wurde in Genk ausgebildet und hütete zwischen 2009 und 2011 das Tor der ersten Mannschaft, bevor sein Weg über Atlético Madrid und Chelsea schließlich zu Real Madrid führte. Anders als bei seinen weiteren Beteiligungen am französischen Erstliga-Aufsteiger Le Mans und dem spanischen Klub CD Extremadura verbindet ihn mit Genk eine persönliche Geschichte.
„Der Weg, den Genk in den vergangenen Jahrzehnten zurückgelegt hat, ist beeindruckend“, sagte Courtois weiter. „Der Verein verfügt über starke sportliche und finanzielle Grundlagen sowie über ein hervorragendes Ausbildungszentrum. Ich möchte meinen Beitrag dazu leisten, dass wir gemeinsam weiterwachsen. Ich bin hier groß geworden und habe die Stärke dieses Klubs selbst erlebt. Deshalb hat diese Investition für mich nicht nur strategischen, sondern auch einen großen symbolischen Wert.“
Nach Angaben des Vereins handelt es sich um eine langfristige Minderheitsbeteiligung. Sie ist Teil eines umfassenderen Plans zur Kapitalerhöhung, der dem Klub in den kommenden Jahren bis zu 60 Millionen Euro einbringen könnte. Genk hatte zuletzt einen Rekordumsatz von mehr als 100 Millionen Euro gemeldet.
Durch den Einstieg erhält NxtPlay auch einen Sitz im Verwaltungsrat. Dort wird Courtois voraussichtlich von seinem Geschäftspartner Gonzalo Villa vertreten, der diese Rolle bereits bei Le Mans und Extremadura wahrnimmt.
Neben dem Einstieg des Nationalkeepers wurden auf der Generalversammlung weitere wichtige Personalentscheidungen getroffen. Peter Croonen, der seit Ende März als Interims-CEO fungiert, wurde dauerhaft im Amt bestätigt. Mathieu Cilissen übernimmt den Vorsitz des Vereins, während Herman Nys neuer Vizepräsident wird.
Auch Sportdirektor Dimitri de Condé bleibt langfristig an Bord. Sein Vertrag wurde verlängert. „Dimitri verbindet ein tiefes Fußballwissen mit großer Verhandlungserfahrung“, erklärte Croonen. „Seine Expertise war entscheidend für die Entwicklung des KRC Genk und bleibt auch künftig von großer Bedeutung.“
Die positiven Nachrichten abseits des Rasens konnten jedoch nicht über das sportlich enttäuschende Saisonende hinwegtäuschen. Erst am Sonntag verpasste Genk durch eine Niederlage im Elfmeterschießen gegen die KAA Gent das letzte europäische Ticket. Damit wird der Klub in der Saison 2026/27 erstmals seit Jahren nicht auf internationaler Bühne vertreten sein. (belga/calü)

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