Trainer von zwei Roten Teufeln: Ancelotti-Sohn Davide übernimmt in Lille

<p>Davide Ancelotti (rechts, neben Vater Carlo) wird neuer Trainer in Lille.</p>
Davide Ancelotti (rechts, neben Vater Carlo) wird neuer Trainer in Lille. | Foto: dpa

Davide Ancelotti macht es seinem berühmten Vater Carlo nach und wird Fußball-Cheftrainer in Europa. Der 36-Jährige übernimmt mit dem OSC Lille seinen ersten Topposten und soll den französischen Erstligisten um die beiden WM-Fahrer Nathan Ngoy und Matias Fernandez-Pardo in der kommenden Saison auch zu einem erfolgreichen Auftritt in der Champions League führen. Wie der Tabellendritte der Ligue 1 mitteile, unterschrieb Ancelotti junior einen Zweijahresvertrag bis Sommer 2028.

Er ist Nachfolger von Bruno Génésio, der nach zwei Jahren in Nordfrankreich zurückgetreten war. Ob er mit Thomas Meunier einen dritten Nationalspieler trainieren wird, steht noch in den Sternen: Der Vertrag des Außenverteidigers läuft zum 30. Juni aus, im Interview mit La Meuse schloss er vergangene Woche weder einen Verbleib, noch einen Wechsel aus.

Brasiliens Nationaltrainer Carlo Ancelotti hatte seinen Sohn für die WM in den USA, Kanada und Mexiko zurück in den Nationalmannschaftsstab geholt. Ob Davide Ancelotti nun seinen Vater bei der am 11. Juni beginnenden Endrunde unterstützt, ist offen. Im Juni des vergangenen Jahres hatte sich Davide Ancelotti aus der Seleção verabschiedet und trat beim brasilianischen Erstligisten Botafogo seine erste Cheftrainer-Position an. Aber im Dezember wurde er bereits wieder entlassen.

Vater und Sohn schon Jahre als Trainergespann

Ancelotti ist seit 13 Jahren im Trainerstab seines Vaters und war in dieser Funktion bereits bei den Top-Clubs Real Madrid, Paris Saint-Germain, FC Bayern München, SSC Neapel und FC Everton unterwegs. Er kehrt mehr als 13 Jahre nach seiner Zeit als Fitnesstrainer bei Paris Saint-Germain – während des 18-monatigen Engagements von Carlo Ancelotti – in die Ligue 1 zurück. Im Mai 2025 soll RB Leipzig Davide Ancelotti bei der Suche nach einem neuen Cheftrainer kontaktiert haben. (dpa/tf)

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