Besonders deutlich zeigt sich dieser Trend bei den Einzelfahrkarten. In den Monaten März und April stieg deren Verkauf im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zehn Prozent. Nach Angaben der Bahngesellschaft setzte sich diese Entwicklung auch im Mai fort.
Auch die Zahl der Pendlerabonnements legte zu. Im März verzeichnete die SNCB ein Plus von acht Prozent, im April sogar von mehr als neun Prozent. Treiber dieser Entwicklung sind vorrangig die flexiblen Abonnements, die mittlerweile mehr als ein Drittel aller Pendlerkarten ausmachen.
Eine Befragung von Freizeitreisenden bestätigt den Zusammenhang zwischen steigenden Spritkosten und der wachsenden Beliebtheit des Zugverkehrs. Jeder zweite Befragte gab an, wegen der höheren Kraftstoffpreise häufiger den Zug zu nutzen.
Positiv bewertet die SNCB zudem die Einführung ihrer neuen Train+-Karte. Seit ihrer Einführung im Oktober wurde sie von mehr als 1,2 Millionen Reisenden genutzt. Inzwischen entfällt rund 40 Prozent aller gelegentlichen Bahnfahrten auf dieses Angebot. Besonders gefragt ist die Karte bei Senioren, jungen Menschen sowie Personen mit Anspruch auf erhöhte Sozialleistungen.
Seit der Tarifreform im vergangenen Oktober werden Reisende über die verschiedenen Verkaufskanäle zudem automatisch zum jeweils günstigsten Tarif für ihr Profil geleitet. Nach Ansicht der SNCB trägt auch dies dazu bei, die Bahn für viele Menschen attraktiver zu machen. (belga/calü)

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