Die Punktrichter werteten den Kampf mit 116:112, 117:111 und 115:113 zugunsten des Belgiers. Für Merhy war es der 36. Sieg seiner Profikarriere bei lediglich drei Niederlagen. 29 seiner Erfolge feierte er vorzeitig durch K.o.
Der Triumph war zugleich die perfekte Revanche. Im Mai 2023 hatte Merhy gegen Lerena in Johannesburg noch nach Punkten verloren und anschließend sogar kurz mit einem Karriereende geliebäugelt. Statt die Handschuhe an den Nagel zu hängen, setzte er sich jedoch ein klares Ziel: den WBC-WM-Gürtel im Bridgergewicht zu erobern – möglichst gegen denselben Gegner.

Zwei Jahre später ist ihm genau das gelungen. Nach seinem Sieg zeigte sich der Brüsseler entsprechend erleichtert. „So, jetzt ist es geschafft“, sagte Merhy strahlend im Ring. „Jetzt kann ich erst einmal ein paar Tage am Mont Blanc ausspannen. Wahrscheinlich steht als Nächstes die Titelverteidigung an. Aber dafür vertraue ich meinem Manager Alain Vanackhère vollkommen.“
Mit dem Erfolg gewann Merhy den bedeutendsten Titel seiner bisherigen Laufbahn. Bereits zuvor hatte er den WBA-Weltmeistertitel im Cruisergewicht sowie den WBC-Silver- und den WBC-Africa-Titel im Schwergewicht errungen. Der WBC-Gürtel im Bridgergewicht, der Gewichtsklasse zwischen Cruiser- und Schwergewicht, fehlte ihm allerdings noch in seiner Sammlung.

Auch Femke Hermans durfte am Samstag jubeln. Die 35-jährige Belgierin sicherte sich den WBC-Silver-Titel im Superweltergewicht. Gegen die Australierin Arlene Blencowe setzte sie sich nach Punkten durch. Die Wertungsrichter sahen Hermans mit 97:93, 96:94 und 95:95 vorne. Für die Belgierin war es der 18. Sieg ihrer Profikarriere.
Ebenfalls erfolgreich verlief der Abend für Ibrahima Diallo. Der 27-Jährige verteidigte seinen IBF-Titel im Superweltergewicht gegen den Hongkonger Hon Ki Lam souverän nach Punkten. Der Sohn des ehemaligen Boxers Bea Diallo bleibt damit auch nach 16 Profikämpfen ungeschlagen und steht nun bei 14 Siegen sowie zwei Unentschieden.
Für einen weiteren belgischen Erfolg sorgte Benito Muyayi. Er gewann den vakanten belgischen Interims-Titel im Superleichtgewicht durch einen K.-o.-Sieg gegen Victor Julio. (belga/calü)

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