Tennis-Krim in Paris: Collignon muss sich nach Marathonmatch geschlagen geben

<p>Raphaël Collignon lieferte Matteo Arnaldi bei den French Open einen erbitterten Kampf, musste sich nach einem fast fünfstündigen Marathonmatch jedoch in fünf Sätzen geschlagen geben.</p>
Raphaël Collignon lieferte Matteo Arnaldi bei den French Open einen erbitterten Kampf, musste sich nach einem fast fünfstündigen Marathonmatch jedoch in fünf Sätzen geschlagen geben. | Foto: belga

4 Stunden und 58 Minuten kämpften die beiden Spieler auf dem Pariser Sand um jeden Punkt. Erst der entscheidende Match-Tiebreak im fünften Satz brachte die Entscheidung zugunsten des Italieners, der sich damit seinen Platz unter den letzten 16 sicherte.

Dabei hatte Collignon mit viel Selbstvertrauen die dritte Runde erreicht. Erst am Donnerstag hatte er mit einem überraschend klaren Dreisatzsieg gegen den an Nummer fünf gesetzten Amerikaner Ben Shelton für eine der großen Überraschungen des Turniers gesorgt. Doch auch Arnaldi war mit Rückenwind in die Partie gegangen, nachdem er zuvor den ehemaligen Weltranglistendritten Stefanos Tsitsipas ausgeschaltet hatte.

Der Belgier erwischte keinen idealen Start und musste den ersten Satz nach einem frühen Aufschlagverlust abgeben. Auch im zweiten Durchgang geriet er zunächst in Rückstand. Doch dieses Mal fand Collignon rechtzeitig seinen Rhythmus, kämpfte sich zurück und sicherte sich den Satz im Tiebreak.

Im dritten Satz begegneten sich beide Akteure lange auf Augenhöhe. Beim Stand von 5:5 nutzte Collignon eine Schwächephase seines Gegners eiskalt aus und brachte sich mit 2:1 Sätzen in Führung.

Arnaldi gab sich jedoch nicht geschlagen. Im vierten Durchgang zog der Italiener zunächst auf 3:0 davon. Collignon kämpfte sich zwar zurück und glich zum 4:4 aus, musste den Satz am Ende aber dennoch abgeben.

So musste der fünfte Satz die Entscheidung bringen. Beide Spieler leisteten sich jeweils einen Aufschlagverlust, ehe sie bis zum Schluss Kopf an Kopf blieben. Im entscheidenden Match-Tiebreak behielt schließlich Arnaldi die besseren Nerven und setzte sich mit 10:4 durch.

Trotz des Ausscheidens kann Collignon auf ein äußerst gelungenes Turnier zurückblicken. Der Lütticher stand erstmals im Hauptfeld von Roland Garros und erreichte auf Anhieb die dritte Runde. Damit bestätigte er seine positive Entwicklung auf der ATP-Tour. Bei den US Open 2025 hatte er ebenfalls die dritte Runde erreicht, während bei Wimbledon 2025 und den Australian Open 2026 jeweils in der ersten Runde Endstation gewesen war. (belga/calü)

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