Pensionslücke zwischen Männern und Frauen bleibt groß

<p>Frauen erhalten in Belgien weiterhin deutlich niedrigere Pensionen als Männer – besonders groß bleibt der Unterschied bei den Zusatzpensionen.</p>
Frauen erhalten in Belgien weiterhin deutlich niedrigere Pensionen als Männer – besonders groß bleibt der Unterschied bei den Zusatzpensionen. | Archivbild: belga

Die sogenannte Pensionslücke ist damit im Vergleich zu 2022 stabil geblieben. 2019 hatte der Unterschied allerdings noch bei 24 Prozent gelegen. Insgesamt erhielten im vergangenen Jahr 114.862 Menschen erstmals eine Altersrente.

Laut PensionStat.be hängt der Unterschied vor allem mit der Dauer der Berufslaufbahn zusammen. Je länger die Erwerbstätigkeit, desto kleiner wird die Lücke zwischen Männern und Frauen. Bei einer Laufbahn von 35 bis 39 Jahren beträgt der Unterschied noch acht Prozent. Bei lediglich zehn bis 14 Arbeitsjahren steigt er dagegen auf 13 Prozent.

Auch je nach Beschäftigungsstatus zeigen sich Unterschiede. Frauen, die im öffentlichen Dienst gearbeitet haben, erhalten im Schnitt 13 Prozent weniger Pension als Männer. Bei ehemaligen Arbeitnehmerinnen liegt die Differenz bei 27 Prozent, bei Frauen mit einer gemischten Laufbahn als Arbeitnehmerin und Selbstständige bei 26 Prozent.

Betrachtet man ausschließlich die gesetzliche Pension, erhalten Frauen durchschnittlich 18 Prozent weniger als Männer. Konkret bedeutet das monatlich rund 403 Euro weniger.

Besonders deutlich fällt die Ungleichheit bei den Zusatzpensionen aus. Männer erhalten laut den Zahlen durchschnittlich ein doppelt so hohes zusätzliches Pensionskapital wie Frauen. Zudem verfügen deutlich weniger Frauen über eine Zusatzpension. Während 69 Prozent der Männer eine solche Zusatzleistung beziehen, sind es bei den Frauen lediglich 51 Prozent. (belga/rt)

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