Rückbau der Windkraftanlage St.Vith

In einem Leserbrief vom 7. Mai wurden in polemischer Art Spekulationen über den Rückbau der Windkraftanlage (WKA) auf dem Steinerberg bei Rodt als Fakten dargestellt. Ein direktes Gespräch mit der Genossenschaft Energie 2030 hätte es ermöglicht, den aktuellen Stand des Rückbauprojektes zu erfahren. Um keinen falschen Eindruck bei den Lesern entstehen zu lassen, hier also detailliertere Informationen und die Richtigstellung falscher Aussagen. Erst nach der Genehmigung des Rückbaus im Dezember 2025 konnte die konkrete Projektplanung beginnen: Einbindung der Stadt St.Vith und des Netzbetreibers ORES, Ausschreibung des Projektes und Auswahl des ausführenden Unternehmens. Danach erfolgte die vorgeschriebene Meldung des Baubeginns an die zuständigen Behörden und eine Bekanntmachung an der Baustelle. Das genannte Datum wurde jedoch mehrfach verschoben, denn der hier eingesetzten Großkran ist zeitlich eng getaktet im Einsatz und wetterbedingte Verzögerungen (Wind, Starkregen) in einem Projekt wirken sich auf alle Folgeprojekte aus.

Hinzu kommt die sorgfältige Planung der Transportwege. Der Großkran und die nach der Zerlegung vorhandene Einzelteile der WKA sind Schwertransporte. Die Tragfähigkeit und die Durchfahrthöhen von Brücken müssen hier berücksichtigt werden. Die gesamten Projektkosten des WKA-Rückbaus werden einzig von der Genossenschaft Energie 2030 aus frühzeitig gebildeten Rücklagen beglichen. Der Verwaltungsrat der Genossenschaft Energie 2030 ist bis heute ehrenamtlich geführt, sodass die gesamten Erträge dieser WKA unseren Mitgliedern zugutekommen konnten. Gleichzeitig haben unsere Mitglieder mit ihrer Einlage die Überlegungen zur Windkraft in ganz Belgien in unseren Augen positiv angestoßen, die regionale Wertschöpfung gefördert, die Lieferung von nachhaltigem Ökostrom unterstützt und somit aktiv die Energiewende mitgestaltet. Unsere Bilanz: Die Windkraftanlage in St.Vith war für die Region und ihre Bürger ein vollumfänglich positives Projekt.

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