Nach großem Kampf in Portugal: Thierry Neuville feiert ersten Saisonsieg

<p>Nach großem Kampf in Portugal: Thierry Neuville feiert ersten Saisonsieg</p>
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Beim sechsten WM-Lauf gewann Thierry Neuville mit Co-Pilot Martijn Wydaeghe vor Oliver Solberg (Toyota) und Elfyn Evans (Toyota). Adrien Fourmaux (Hyundai) wurde Vierter. Für den aus St.Vith stammenden Neuville ist der erste Erfolg ein wichtiger Lichtblick nach einem bislang schweren wie komplzierten Saisonverlauf, das Duo feierte insgesamt seinen 23. gemeinsamen Sieg. „Die WM können wir abschreiben“, hatte Neuville noch vor dem Start in Portugal erklärt.

Erst vor der abschließenden Powerstage hatte Neuville im Hyundai i20 N die Führung übernommen, nachdem Sébastien Ogier (Toyota Yaris) und Sami Pajari (Toyota Yaris) jeweils einen Reifenschaden erlitten. Oliver Solberg (Toyota Yaris) folgte mit 14,8 Sekunden Rückstand auf Rang zwei.

Die ersten Regenfälle am Sonntagmorgen hatten sofort Auswirkungen auf das Klassement gezeigt: Neuville bekam unterwegs nur einige kurze Schauer ab, während Spitzenreiter Ogier die gesamte Prüfung im Regen absolvieren musste. Dadurch konnte Neuville bereits 7,6 Sekunden seines Rückstands wettmachen.

Auf der zweiten Prüfung regnete es dann bei allen Fahrern, wodurch die frühe Startposition zum Vorteil wurde. Josh McErlean (Ford Puma) schien auf dem Weg zu seiner ersten Bestzeit überhaupt, doch auf abtrocknender Strecke war Virves (Skoda) deutlich später noch schneller. Die Top 3 blieben zunächst ohne Probleme, und das Klassement schien sich zu stabilisieren.

<p>Ogier war kurz vor Schluss im Materialpech.</p>
Ogier war kurz vor Schluss im Materialpech. | Foto: Photo News

Beim zweiten Durchgang in Vieira do Minho erlitt Ogier früh auf der Prüfung einen Reifenschaden und musste anhalten, um das Rad zu wechseln. Der Franzose verlor zwei Minuten und fiel auf den sechsten Platz zurück. „Die Strecke war extrem hart und in den Spurrillen lagen einige große Steine“, erklärte der Franzose, der damit einen achten Sieg in Portugal aus den Händen gleiten sah. Auch sein Teamkollege Pajari erlitt einen Reifenschaden, verlor fast drei Minuten und fiel vom dritten auf den siebten Rang zurück.

Neuville überstand die Prüfung ohne Probleme und übernahm die Führung. „Es ist noch nicht vorbei. Bis jetzt haben wir unseren Job erledigt. Wir wissen jedenfalls schon, wie man es nicht machen darf“, spielte Neuville auf seinen Ausfall auf der letzten Prüfung der Rallye Kroatien Anfang des Jahres an. „Jetzt müssen wir versuchen, das hier zu Ende zu bringen“, sagte der Ex-Weltmeister. Kurz darauf stand sein wichtiger wie wohltuender Erfolg dann jedoch fest.

Der nächste WM-Lauf findet Ende Mai in Japan statt. (mn)

Mehr zum Thema folgt.

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