Umgang mit der Asiatischen Hornisse

Zu ihrer breiten öffentlichen Initiative zur Bekämpfung der Asiatischen Hornisse (AH) kann man der Hilfeleistungszone der DG nur gratulieren. Sie steht damit keineswegs alleine da. Eine sehr große Zahl von Kommunen und Regionen in Frankreich, Belgien, in der Schweiz und den Niederlanden, in Deutschland ergreifen aktiv Maßnahmen gegen die AH. Ein sehr gutes aktuelles Beispiel in unmittelbarer Grenznähe ist die Stadt Bitburg.

Im ersten Teil unseres Leserbriefes (siehe GE vom 09.05.) haben wir bereits mehrere gute Gründe angeführt, warum die Ausbreitung AH unbedingt eingedämmt werden sollte. Dafür spricht auch: Es handelt sich um eine sehr aggressive Insektenart. Wenn ab Mai die ersten Arbeiterinnen schlüpfen, verteidigen die AH ihr Nest wesentlich aggressiver, als man dies etwa von heimischen Wespen oder Hornissen kennt. Die Stiche der AH können für den Menschen lebensbedrohlich sein

Die AH ist eine invasive Art. Im Gegensatz zur (geschützten) Europäischen Hornisse breitet sie sich exponentiell aus. Ein AH-Nest erreicht im Hochsommer mit 2000 bis 3000 Arbeiterinnen seine volle Stärke. Im Spätherbst kann jedes Nest über 200 junge Königinnen entlassen, die in geschützten Verstecken einzeln überwintern. Jede begattete Königin kann ein neues Volk gründen. Das breit angelegte Einfangen der Königinnen mit selektiven Fallen im Frühjahr hilft dies zu unterbinden.

Kurz zu den Imkerinnen und Imkern. Im Grunde sind sie erst nach der Honigernte direkt betroffen, ab dem Hochsommer bis weit in den Herbst hinein. In diesem kritischen Zeitraum können die massiven Attacken der AH die Entwicklung der Winterbienen so stark beeinträchtigen, dass das Überleben der Honigbienenvölker im Winter nicht möglich ist. Die Schutzmaßnahmen am Bienenstand sind sehr aufwändig, viele Imker werden aufgeben. Weniger Imker, weniger Bienen, weniger Bestäuber, weniger Ertrag für Gärtner und Landwirte, weniger Biodiversität etc.

Man kann die Hilfeleistungszone der DG nur ermutigen, die Ausdehnung der AH auch in Zukunft dauerhaft aktiv zu bekämpfen. Und allen danken, die dabei mithelfen und damit zur Erhaltung der Artenvielfalt beitragen.

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