Ausschlaggebend für diese Entscheidung sei vor allem die deutliche Kostenentwicklung, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Pressemitteilung der Gemeinde. „Sowohl die letzten Kostenschätzungen für das Projekt in Nidrum als auch die eingegangenen Angebote für das Projekt in Elsenborn lagen teilweise deutlich über dem vorgesehenen finanziellen Rahmen. Zudem zeigte sich beim Projekt in Nidrum, dass die notwendige breite Akzeptanz innerhalb der betroffenen Bevölkerung nicht gegeben war. Gleichzeitig hat sich die finanzielle Lage der Gemeinde in der Zwischenzeit verändert, sodass eine Umsetzung unter den gegebenen Bedingungen nicht mehr verantwortbar ist.“
Der Gemeinderat hatte in den vergangenen Jahren in Zusammenarbeit mit der ÖKLE und der Bevölkerung Projekte zur Dorfkernerneuerung in Elsenborn und Nidrum auf den Weg gebracht. Ziel war es, Teile der Ortszentren aufzuwerten, Begegnungsräume zu schaffen und wichtige Infrastrukturen für die Bevölkerung zu verbessern.
Die Entscheidung, die Projekte nun nicht umzusetzen, sei dem Gemeinderat nicht leichtgefallen. „Die Projekte waren das Ergebnis eines gemeinsamen Entwicklungsprozesses für unsere Dörfer, der von mehreren Bürgerversammlungen begleitet wurde. Umso wichtiger war es, die Situation sachlich zu bewerten und verantwortungsvoll zu handeln.“
Die ursprünglichen Projekte werden damit in ihrer bisherigen Form nicht weiterverfolgt. Die grundlegenden Zielsetzungen bleiben jedoch bestehen. Folgende Vorhaben sollen in angepasster Form und im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten dennoch weiterverfolgt werden: die Aufwertung des Kioskbereichs in Elsenborn sowie die Schaffung einer öffentlichen Toilette, die Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und zur Verbesserung der Parksituation in Elsenborn und Nidrum sowie die Gestaltung des Schulumfelds in Nidrum.
„Es ist uns wichtig, Lehren aus diesem Prozess zu ziehen. Künftige Projekte werden noch stärker im Hinblick auf ihre finanzielle Tragbarkeit, Priorisierung und Umsetzbarkeit geprüft. Wir möchten es nicht versäumen, uns an dieser Stelle bei allen Personen zu bedanken, die an den beiden Projekten mitgearbeitet haben und ihre Ideen eingebracht haben“, heißt es abschließend. (arco)

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