Bislang konnten selbstständige Frauen maximal zwölf Wochen Mutterschaftsurlaub in Anspruch nehmen. Zusätzlich bestand die Möglichkeit, 105 Dienstleistungsschecks zu beantragen.
Ab dem 1. Juli können diese Schecks gegen zusätzliche Urlaubswochen eingetauscht werden – im Verhältnis von 35 Schecks pro Woche. Wer keine Dienstleistungsschecks beantragt, kann somit künftig die vollen 15 Wochen ausschöpfen. Bei 35 Schecks sind es 14 Wochen, bei 70 Schecks 13 Wochen Mutterschaftsurlaub.
Für die Ministerin für Selbstständige, Eléonore Simonet (MR), soll damit eine Ungleichbehandlung beseitigt werden: „Eine Mutter ist eine Mutter, und ein Kind sollte nicht unter dem beruflichen Status der Eltern leiden“, erklärte sie. Ziel sei es, den Betroffenen mehr Wahlfreiheit zu geben.
Die Maßnahme ist Teil des KMU-Plans der Ministerin und gilt für alle Mutterschaftsurlaube, die ab dem 1. Juli 2026 beginnen. Dafür sind jährlich rund acht Millionen Euro vorgesehen. (belga/rt)

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