Diese Entwicklung ist bemerkenswert, da eine ursprünglich geplante EU-Regelung, die Unternehmen zu entsprechenden Schulungen verpflichtet hätte, inzwischen wieder gestrichen wurde. Dennoch setzen viele Betriebe weiterhin auf KI-Weiterbildungen – aus wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gründen, wie Acerta betont.
„Die Möglichkeiten der KI wachsen täglich, gleichzeitig sind die Risiken einer unbedachten Nutzung real“, erklärt Laura Couchard. Es sei daher bedenklich, dass bislang nur ein Teil der Unternehmen entsprechende Angebote mache, obwohl nahezu alle Beschäftigten früher oder später mit KI-Anwendungen in Berührung kommen dürften.
Dass zwei Drittel der Arbeitgeber derzeit keine KI-Schulungen anbieten, bedeutet laut Studie jedoch nicht zwangsläufig Desinteresse. Knapp 30 Prozent planen, entsprechende Programme innerhalb des kommenden Jahres einzuführen. Demgegenüber geben 38,1 Prozent an, keine solchen Maßnahmen vorzusehen, während 40,5 Prozent die Bedeutung von KI für ihr Unternehmen als gering einschätzen.
Auf Seiten der Beschäftigten ist das Interesse deutlich größer: Rund 59 Prozent möchten innerhalb eines Jahres eine KI-Schulung absolvieren, während bislang nur etwa 21 Prozent entsprechende Angebote genutzt haben.
Für die Untersuchung befragte das Marktforschungsinstitut Indiville mehr als 600 Arbeitgeber sowie über 2.000 Arbeitnehmer in Belgien. (belga/rt)

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