Mehr als 17.000 Euro erbeutet: Prinzessin Claire und Prinz Laurent Opfer von Betrug

<p>Mehr als 17.000 Euro wurden bei einem Phishingbetrug von den Konten von Prinzessin Claire und Prinz Laurent abgebucht.</p>
Mehr als 17.000 Euro wurden bei einem Phishingbetrug von den Konten von Prinzessin Claire und Prinz Laurent abgebucht. | Foto: belga

Vor dem Strafgericht in Löwen hat die Staatsanwaltschaft Haftstrafen in einem Fall von Computerbetrug und Geldwäsche gefordert. Opfer wurden Prinzessin Claire und Prinz Laurent.

Ausgangspunkt war eine betrügerische SMS, die Prinzessin Claire am 23. Dezember 2021 erhielt. Die Nachricht gab vor, vom Kartensperrdienst zu stammen, und forderte sie auf, ihre Bankkarte zu blockieren. Da sie ihre Karte kurz zuvor verloren hatte, erschien die Mitteilung glaubwürdig.

Über einen Link gelangte sie auf eine gefälschte Internetseite, auf der sie persönliche Daten eingab. Wenige Tage später konnte sie keine Transaktionen mehr durchführen. Die Bank bestätigte daraufhin, dass sie Opfer eines Betrugs geworden war.

Insgesamt wurden mehr als 17.000 Euro von mehreren Konten abgebucht, darunter sowohl persönliche Konten als auch Konten, für die Prinzessin Claire eine Vollmacht besaß. Das Geld wurde zwischen dem 1. und 4. Januar 2022 auf verschiedene belgische Konten überwiesen.

Ein Teil der Summe wurde anschließend für Ausgaben in einer Nachtlokalität sowie bei Fnac im spanischen Marbella verwendet.

Die Ermittlungen führten zu insgesamt fünf Angeklagten. Laut Staatsanwaltschaft stellten sie ihre Konten zur Verfügung, um die betrügerisch erlangten Gelder weiterzuleiten und zu waschen.

Für die mutmaßliche Hauptperson fordert die Staatsanwaltschaft eine Haftstrafe von 15 Monaten, für die übrigen Angeklagten jeweils 12 Monate. Eine Angeklagte bestreitet die Vorwürfe und erklärte, ihre Bankkarte sei gestohlen worden.

Die Verhandlung wird am 28. September vor dem Gericht in Löwen fortgesetzt. (belga/rt)

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