Mit den Mitteln sollen die lokalen Behörden ihre bestehenden Strukturen ausbauen und gezielte Initiativen entwickeln. Nach Angaben der Ministerin stehen Städte und Gemeinden oft an vorderster Front, wenn es darum geht, erste Anzeichen von Radikalisierung oder Spannungen in der Gesellschaft zu erkennen.
Die Förderung richtet sich an Kommunen, die sich zuvor im Rahmen eines Aufrufs beworben hatten, ihre Rolle in der Prävention von Extremismus, Terrorismus und Polarisierung zu stärken. Die Auswahl erfolgte auf Grundlage von Analysen und Empfehlungen unter anderem des OCAD sowie der zuständigen Justiz- und Sicherheitsbehörden.
Jede ausgewählte Kommune oder Kooperation erhält eine Unterstützung von 50.000 Euro. Damit können unter anderem lokale Netzwerke mit Polizei, Schulen und Sozialdiensten ausgebaut sowie konkrete Einzelfälle intensiver begleitet werden. Auch Präventionsmaßnahmen wie Schulungen für Personal, Unterstützung von Bildungseinrichtungen oder Initiativen zur Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts sind vorgesehen.
Regional verteilt sich die Förderung über ganz Flandern. Die meisten unterstützten Kommunen liegen in Limburg (15), gefolgt von Flämisch-Brabant (11) sowie Ost- und Westflandern mit jeweils neun. In der Provinz Antwerpen profitieren fünf lokale Behörden von den Mitteln.
Crevits betonte, gerade in geopolitisch angespannten Zeiten sei es wichtig, wachsam zu bleiben und frühzeitig gegenzusteuern, um Eskalationen zu verhindern. (belga/rt)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren