Föderalregierung prüft Übernahme der Atomaktivitäten von Engie

<p>Die Kernkraftwerke in Doel und Tihange stehen im Zentrum der Verhandlungen zwischen Staat und Engie.</p>
Die Kernkraftwerke in Doel und Tihange stehen im Zentrum der Verhandlungen zwischen Staat und Engie. | Foto: belga

Ziel der Gespräche ist es, bis zum 1. Oktober 2026 ein Abkommen auszuarbeiten, das die wesentlichen Bedingungen und Modalitäten der geplanten Transaktion festlegt.

Die angestrebte Übernahme umfasst sämtliche derzeit von Engie in Belgien betriebenen Nuklearaktivitäten. Dazu zählen der komplette Kraftwerkspark mit sieben Reaktoren an den Standorten Doel und Tihange, das betroffene Personal, alle nuklearen Tochtergesellschaften sowie sämtliche Vermögenswerte und Verpflichtungen. Eingeschlossen sind auch Rückbau- und Stilllegungsverpflichtungen.

Bis auf Weiteres werden alle laufenden Rückbauarbeiten an den Anlagen ausgesetzt.

Nach Angaben der Regierung spiegelt die Initiative eine strategische Entscheidung wider, die Kontrolle über die nationalen Nuklearanlagen direkt zu übernehmen. Ziel sei es, die Laufzeit bestehender Reaktoren zu verlängern und gleichzeitig neue Kapazitäten zu entwickeln.

Energieminister Mathieu Bihet (MR) erklärte, weniger als ein Jahr nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Rückkehr der Kernenergie nehme die Entwicklung nun konkrete Formen an. Die geplante Übernahme sei Teil einer kohärenten politischen Strategie, um eine bezahlbare, steuerbare und CO₂-arme Energieversorgung sicherzustellen und zugleich die strategische Autonomie Belgiens zu stärken. (belga/rt)

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