Künstlergruppe wirft einen „besonderen Blick“ auf Eupen

<p>Die Gruppe trifft sich wöchentlich.</p>
Die Gruppe trifft sich wöchentlich. | Foto: privat

Mittlerweile hat sich die Gruppe deutlich vergrößert und zählt neun kreative Köpfe. Neben den genannten Künstlerinnen gehören Sabine Emonts-Gast, Guy Schinelli, Lilly Brüls, Lydia Linden, Anne Lausberg, Beatrix Bergmans und Brigitte Kohl zu der privaten Gruppe, die sich einmal wöchentlich trifft und einen besonderen Blick auf einen besonderen Ort in Eupen und Umgebung wirft. Jede/r Einzelne setzt diese dann in seinem persönlichen Stil um. „Wir haben uns lange auf die Unterstadt konzentriert, jetzt brechen wir schon mal aus diesem Radius aus“, erzählen Petra Michel-Neumann und Claudine Mertens. Die gemeinsame Arbeit bringt die einzelnen Mitglieder weiter, außerdem wissen sie die besondere Atmosphäre und Stimmung in der Gruppe zu schätzen. „Gesprochen wird meistens recht wenig“, erzählt Claudine Mertens. Dennoch dient der Austausch und die gemeinsame Arbeit dazu, sich weiterzuentwickeln und neue Ideen zu erhalten.

<p>Jede/r Künstler/in hat einen persönlichen Blick.</p>
Jede/r Künstler/in hat einen persönlichen Blick. | Foto: P. Förster

Für Petra Michel-Neumann war eine solche Gruppe schon lange ein Herzenswunsch: Die Eupenerin arbeitet als Malerin und Farbberaterin. Nach ihrem Studium an der Kunsthochschule St. Luc in Lüttich hat sie mehrere Meisterkurse belegt und war an zahlreichen Ausstellungen und Aktionen beteiligt. Claudine Mertens, die aus Malmedy stammt, hat ihr „Handwerk“ unter anderem bei Robby Hoffmann und an der Carole Brenu-Akademie in Visé erlernt, und außerdem die Kunstakademie in Verviers besucht. Auch sie hat ihre Bilder häufig in Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen in der Region gezeigt. Die Arbeit für „Un certain regard“ unterscheidet sich insofern von anderen Motiven, da die Gruppe ihren besonderen Blick auf ein Motiv lenkt und so ganz unterschiedliche Sichtweisen entstehen. Die Grundtechnik ist alleine aus logistischen Gründen in der Regel Aquarellmalerei, hinzu kommen andere Techniken. „Wir schauen uns oft gegenseitig über die Schulter und probieren neue Dinge aus“, erzählen die beiden Künstlerinnen. Das kann eher Banales wie ein besonderer Stift sein oder ein völlig neues Material. „Wir entwickeln uns gemeinsam ständig weiter“, sind die acht Damen und der einzige Herr begeistert von der gemeinsamen Arbeit.

Inzwischen hat die private Initiative auch gemeinsam Kurse bei Rafael Ramírez Máro belegt. Wenn das Wetter es zulässt, arbeiten die Künstler gerne draußen, in der kälteren Jahreszeit suchen sie sich einen „Platz mit Aussicht“. So haben sie schon in der Jugendherberge oder im Restaurant der Talsperre gearbeitet.

Die erste gemeinsame Ausstellung findet von Donnerstag, 30. April, bis Sonntag, 3. Mai, im Atelier von Petra Michel-Neumann im Auenweg 7 statt. Jedes Gruppenmitglied zeigt insgesamt sechs Bilder. Weitere Motive sind in Mappen ausgelegt. Selbst Eupener werden Bekanntes entdecken, oft aber aus einer neuen, ungewöhnlichen Perspektive.Die Öffnungszeiten der Ausstellung sind am Donnerstag, 30. April, ab 17 Uhr sowie Freitag, 1. Mai, Samstag, 2. Mai, sowie Sonntag, 3. Mai, jeweils von 14 bis 19 Uhr. Alle Künstlerinnen werden anwesend sein und freuen sich auf den Austausch mit den Besuchern und Besucherinnen. (pf)

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