Für den Brüsseler Abgeordneten Ilyas El Omari (Team Fouad Ahidar) ist das ein alarmierendes Signal. Er fordert eine grundlegende Überarbeitung der Verkehrssicherheitsstrategie. „Diese sieben tödlichen Unfälle mit der STIB sind nicht bloß Statistiken. Hinter jeder Zahl steht ein verlorenes Leben, eine zerbrochene Familie. Die Tatsache, dass alle Opfer Fußgänger sind, muss uns kollektiv alarmieren. Es ist dringend notwendig, die Sicherheit rund um den öffentlichen Nahverkehr grundlegend neu zu denken, um die verletzlichsten Verkehrsteilnehmer besser zu schützen“, erklärte El Omari.
Verkehrsunfälle nehmen insgesamt zu
Die STIB-Fälle sind jedoch nur ein Teil des Gesamtbildes. Auch insgesamt ist die Zahl tödlicher Verkehrsunfälle in Brüssel in den vergangenen Jahren gestiegen.
Laut Zahlen von der regionalen Mobilitätsministerin Elke Van den Brandt (Groen) kamen 2023 in der Region noch sechs Menschen im Straßenverkehr ums Leben. 2024 waren es bereits zehn, im Jahr 2025 sogar 20. In ihrem schriftlichen Bericht betont die Ministerin, dass diese Entwicklung zeige, wie wichtig es sei, die bestehenden Maßnahmen zur Verkehrssicherheit fortzuführen und weiter zu verstärken.
Ein Blick auf die Verteilung der Opfer verdeutlicht die Entwicklung: 2023 kamen in Brüssel ein Fußgänger, ein Autoinsasse, ein Motorradfahrer und drei Mopedfahrer ums Leben. 2024 stieg die Zahl deutlich an – mit sechs getöteten Fußgängern, einem Radfahrer, zwei Autoinsassen und einem Motorradfahrer. Im Jahr 2025 verschärfte sich die Lage weiter: Sechs Fußgänger, drei Radfahrer, vier Nutzer von E-Scootern, drei Autoinsassen und vier Motorradfahrer verloren ihr Leben im Straßenverkehr.
Diese Zahlen zeigen: Während bei den tödlichen STIB-Unfällen ausschließlich Fußgänger betroffen waren, verteilt sich das Risiko im gesamten Straßenverkehr auf mehrere Gruppen. Dennoch bleiben Fußgänger besonders verletzlich. (belga/calü)

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