Anlässlich des Welttags für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz verweist der Versicherer AXA auf aktuelle Zahlen der föderalen Agentur für Berufsrisiken (Fedris). Demnach sank die Zahl tödlicher Arbeitsunfälle von 62 im Jahr 2019 auf 45 im Jahr 2024. Auch auf dem Arbeitsweg gab es einen Rückgang: von 47 auf 33 Todesfälle im gleichen Zeitraum.
Ursachen bleiben unverändert
Trotz dieser positiven Entwicklung haben sich die größten Gefahrenquellen kaum verändert. „Die Prävention bleibt daher entscheidend“, betont Audrey Amiot, Direktorin für Unternehmensversicherungen bei AXA.
Die häufigsten tödlichen Unfälle ereignen sich im Straßenverkehr – sie machen rund 27 Prozent der Fälle aus. Dahinter folgen Stürze aus der Höhe (22 Prozent). Weitere Ursachen sind herabfallende oder sich bewegende Materialien (16 Prozent) sowie Unfälle mit Maschinen, bei denen Personen eingeklemmt oder erfasst werden (12 Prozent).
Auch innerbetriebliche Unfälle spielen eine Rolle: Etwa jeder zehnte tödliche Unfall steht im Zusammenhang mit Kollisionen oder Quetschungen – etwa durch Gabelstapler, Lastwagen beim Be- und Entladen oder andere Maschinen.
Neue Mitarbeiter besonders gefährdet
Auffällig ist zudem, dass vor allem neue Beschäftigte einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind. Rund ein Viertel der tödlichen Unfallopfer war weniger als ein Jahr im Unternehmen tätig. Besonders betroffen sind kleinere und mittlere Betriebe sowie Branchen wie Bau und Transport.
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei schweren Arbeitsunfällen mit dauerhaften Folgen: Auch hier hat etwa jede vierte betroffene Person erst kurze Zeit im Betrieb gearbeitet. (belga/calü)

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