Auf der Liste vieler New-York-Touristen steht eine Sehenswürdigkeit ganz oben: Das Empire State Building. Am Freitag (1. Mai) feiert der weltberühmte Wolkenkratzer, der jedes Jahr von mehr als 2,5 Millionen Menschen besucht wird, das 95. Jubiläum seiner Eröffnung. Neun wissenswerte Dinge dazu:
1. Zum Geburtstag gibt es Eis, Schokolade und Partys: Das Empire State Building feiert sich selbst - und lässt andere mitfeiern. Erstmals können nun Kindergeburtstage in dem berühmten Gebäude veranstaltet werden. Die Kosten dafür liegen allerdings im vierstelligen Bereich. Deutlich günstiger ist ein eigens für das Jubiläum entworfener Eisbecher mit einem King Kong aus Schokolade, den es für einen kurzen Zeitraum in dem Wolkenkratzer zu kaufen gibt.

2. Durch King Kong wurde das Gebäude zum Hollywood-Star: King Kong wird wohl auf ewig mit dem Empire State Building zusammen gehören. Der Riesenaffe kletterte in dem Film „King Kong und die weiße Frau“ 1933 auf das Gebäude - und machte es damit schon kurz nach seiner Eröffnung zum Hollywood-Star.
3. Gebaut im Eiltempo: Dank vieler vorgefertigter Teile und eines generalstabsmäßig geplanten Einsatzes vom 3.500 Bauarbeitern wurde der schlichte Art-déco-Turm in rasantem Tempo gebaut. Nachdem das alte Waldorf-Astoria-Hotel an der Ecke Fifth Avenue, 33. Straße abgerissen war, wuchs das Gebäude in nicht einmal 14 Monaten in die Höhe, durchschnittlich mehr als vier Stockwerke pro Woche.
4. Eröffnung per Knopfdruck: Kurz vor einem Kabinettstreffen drückte der damalige US-Präsident Herbert Hoover am 1. Mai 1931 um 11.30 Uhr im Weißen Haus auf einen Knopf - und schaltete damit die Lichter am rund 300 Kilometer entfernten Empire State Building an. Damit war der damals höchste Wolkenkratzer der Welt offiziell eröffnet. Mehrere hundert geladene Gäste strömten zur Einweihungsparty, tausende Schaulustige musste die Polizei zurückhalten, wie die „New York Times“damals berichtete. Die Eröffnung der 102 Stockwerke platzte zwar mitten in die Weltwirtschaftskrise, trotzdem wurde das Gebäude schnell zur Touristenattraktion.
5. Nicht mehr das höchste Gebäude der Welt: Mit Antenne - in die rund 25 Mal im Jahr der Blitz einschlägt - ist das Empire State Building inzwischen rund 443 Meter hoch. Bei Eröffnung war es das höchste Gebäude der Welt - den Titel verlor es allerdings 1972 an das frühere World Trade Center. Heute sind alleine in New York rund ein halbes Dutzend Türme höher - und das derzeit höchste Gebäude der Welt, der Burj Khalifa in Dubai, ist mit rund 828 Metern sogar fast doppelt so hoch. Trotzdem zählt das Empire State Building zu den bekanntesten und beliebtesten Wolkenkratzern New Yorks, die Betreiber sprechen gar vom „berühmtesten Gebäude der Welt“ - und angeblich auch dem am häufigsten fotografierten.

6. Hochfahren – oder laufen: Mit einem der 73 Aufzüge kann man natürlich ganz bequem in weniger als einer Minute auf eine der beiden Aussichtsplattformen des Empire State Buildings - oder auch in jedes andere Stockwerk - fahren. Oder man nimmt die Treppe: 1.860 Stufen sind es bis in den 102. Stock. Einmal im Jahr rennen Athleten diese Treppenstufen um die Wette hoch - der Rekord liegt dafür bei unter zehn Minuten.
7. Fakten, Daten, Statistiken: Das Empire State Building hat eine Grundfläche von mehr als 7.300 Quadratmetern, 6.514 Fenster und ein Volumen von etwa 370 für die Olympischen Spiele geeigneter Schwimmbecken. Mit all dem hat das Gebäude sogar seine eigene Postleitzahl: 10118.
8. Die Spitze glitzert: Zum Geburtstag feiert sich das Empire State Building, indem es die Lichter an seiner Spitze in „mehrfarbigem Glanz“ leuchten lässt. Seit rund 50 Jahren werden an dem Gebäude jeden Abend die Lichter angeknipst - in Weiß oder allen möglichen Farben zu allen möglichen Anlässen. Während der Corona-Pandemie ließen die Betreiber die Lichter an der Spitze des Gebäudes zeitweise beispielsweise wie einen Herzschlag rot pulsieren - um so den Menschen zu signalisieren, dass ihre Stadt noch am Leben ist. Ansonsten werden unter anderem Feiertage, Sportteams, besondere Menschen oder Filmpremieren gewürdigt.
9. Es gibt neue Konkurrenz: Bei klarem Wetter kann man von den Aussichtsplattformen des Empire State Buildings sechs US-Bundesstaaten sehen: New York, New Jersey, Pennsylvania, Connecticut, Massachusetts und Delaware. Vor kurzem wurden die Plattformen und die Ausstellungsräume drumherum für 165 Millionen Dollar komplett überholt und renoviert. Von einem „Muss-Anlaufziel“, schrieb danach die „New York Times“ - „sogar für abgestumpfte Eingeborene“. Trotzdem: Die Konkurrenz wächst. Auch auf dem Rockefeller Center und dem World Trade Center gibt es spektakuläre Besucherterrassen. In den vergangenen Jahren kamen neue im Viertel Hudson Yards und auf dem One Vanderbiltdirekt neben dem Hauptbahnhof Grand Central hinzu. Ganz neu ist zudem One Times Square, eine Aussichtsplattform 19 Stockwerke über dem berühmten Times Square, auf der man auch dem fast genauso berühmten Ball, der an Silvester an einer Stange herunterfährt, ganz nahe kommen kann.

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