Im Vergleich zu 2022 ist die Summe sogar deutlich gestiegen: um knapp 19 Prozent. Über einen Zeitraum von vier Jahren ergibt sich damit ein Gesamtschaden von mehr als 14,6 Millionen Euro.
Für den Brüsseler Abgeordneten Bob De Brabandere (Vlaams Belang) ist die Entwicklung alarmierend. Von einer nachhaltigen Verbesserung könne „absolut keine Rede sein“, erklärte er.
Besonders betroffen: die Infrastruktur im Untergrund
Den größten Schaden verzeichnet die unterirdische Infrastruktur. Allein hier summierten sich die Kosten 2025 auf fast 2,3 Millionen Euro – ein Anstieg um 18 Prozent innerhalb eines Jahres und sogar eine Verdreifachung im Vergleich zu 2022.
Vor allem Rolltreppen, Zugangsschranken sowie Feuerlöscher und Schlauchsysteme sind häufig Ziel von Vandalismus. Auch die Kosten für die Entfernung von Graffiti steigen weiter an und lagen zuletzt bei rund 162.000 Euro – ein Plus von 43 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Kritik an mangelnden Konsequenzen
Aus Sicht von De Brabandere wird Geld an der falschen Stelle gebunden. Die Mittel, die für Reparaturen aufgewendet werden müssen, könnten seiner Meinung nach besser in Komfort, Sicherheit und Pünktlichkeit für die Fahrgäste investiert werden.
„Das fügt sich leider in den allgemeinen Rückgang bei Sicherheit und Lebensqualität in Brüssel ein“, so der Politiker. „Täter bleiben zu oft ungestraft und Schäden werden zu selten bei ihnen eingefordert. Wir sehen das auch bei den Ausschreitungen in der Silvesternacht. Randalierer werden festgenommen, aber harte Sanktionen bleiben aus. Diese Art von Nachlässigkeit ist schädlich.“
Der Abgeordnete spricht sich daher für ein konsequenteres Vorgehen aus und fordert eine „Null-Toleranz-Politik gegenüber Vandalismus und Gewalt im öffentlichen Verkehr“. (belga/calü)

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