Ehemalige Mandatsträger wie Rudi Kennes oder Rachida Aït Alouha sprechen von mangelnder interner Mitsprache, Kontrolle durch die Parteiführung und einem Klima, das eigenständiges Arbeiten erschwere. Auch inhaltliche Debatten kämen laut Kritikern oft zu kurz, da Positionen von oben vorgegeben würden.
Besonders außenpolitische Themen hätten für Unmut gesorgt. Politikwissenschaftler sehen die Spannungen als Folge der Parteistruktur: Während die PTB nach außen moderner auftritt, bleibe sie intern stark diszipliniert und hierarchisch organisiert. Parteichef Raoul Hedebouw weist die Vorwürfe allerdings zurück und spricht von „Wachstumsschmerzen“ einer schnell gewachsenen Partei, wie die flämische Zeitung „De Standaard“ schreibt. Die Arbeiterpartei setze bewusst auf kollektives Arbeiten statt auf individuelle Profilierung. (sc)

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