Reprobel zieht Vergütungen ein und verteilt diese an Autoren sowie Urheber aus Literatur und bildender Kunst als Ausgleich für Kopien ihrer veröffentlichten Werke. Für das Kopieren, Teilen oder Ausdrucken von Texten und Bildern zu beruflichen Zwecken ist grundsätzlich eine Lizenz erforderlich.
Bis 2017 wurde eine entsprechende Abgabe beim Kauf von Kopiergeräten oder Druckern erhoben. Diese Regelung ist jedoch seither abgeschafft, sodass Unternehmen nicht mehr automatisch über eine gültige Lizenz verfügen.
Mit dem Angebot „bizili by Reprobel“ bietet die Organisation eine Lizenzlösung an, die sowohl Papierkopien als auch gängige digitale Nutzungen abdeckt. Dazu zählen unter anderem Fachliteratur, wissenschaftliche Artikel, journalistische Inhalte sowie Bilder und Illustrationen.
Derzeit sind jedoch nur vier von zehn belgischen Unternehmen und Selbstständigen entsprechend lizenziert. Viele Betriebe melden ihre Nutzung nicht oder geben eine Nullmeldung ab und sind damit insbesondere im digitalen Bereich nicht abgesichert. Zudem fehlt es laut Reprobel häufig an Kenntnissen über die geltenden Regeln.
Reprobel-CEO Jean-Paul Langhoor-Beitia weist darauf hin, dass täglich zahlreiche Texte, Fotos und Bilder ohne Zustimmung der Urheber kopiert und verbreitet werden – sowohl offline als auch online. Während das Lesen unproblematisch sei, falle das Kopieren oder Teilen unter das Urheberrecht.
Mit einer Aktion im Bahnhof Brüssel-Zentral will die Organisation auf die tatsächlichen Kosten digitaler Kopien aufmerksam machen. (belga/rt)

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