Die Gewerkschaften CGSP Poste und CSC-Transcom hatten die Gespräche zur Mittagszeit verlassen und von einer „totalen Blockade“ gesprochen. Mehrere Gegenvorschläge seien von der Direktion abgelehnt worden, zudem habe es zuletzt sogar Rückschritte gegeben.
Vor diesem Hintergrund wandte sich Matz an Arbeitsminister David Clarinval (MR) mit der Bitte, einen sozialen Vermittler zu benennen. Ziel sei es, den festgefahrenen Dialog wieder in Gang zu bringen. „Es ist unerlässlich, dass die Gespräche rasch wieder aufgenommen werden“, erklärte die Ministerin.
Auch die Gewerkschaften hatten zuvor die Einschaltung eines externen Vermittlers gefordert. Ohne ein Entgegenkommen der Unternehmensleitung sehen sie derzeit keine Grundlage für neue Gespräche.
Der Streik, der Ende März im Zuge des angekündigten Umbaus des Unternehmens begonnen hatte, dürfte damit weiter andauern. Kritik richtet sich insbesondere gegen geplante Änderungen der Arbeitszeiten für Briefträger.
Nach Angaben von Bpost erschienen am Dienstag lediglich rund zwölf Prozent der Briefträger in der Wallonie zur Arbeit. In Flandern ist die Beteiligung am Streik deutlich geringer. Die Sortierzentren bleiben zwar in Betrieb, arbeiten im Süden des Landes jedoch mit eingeschränkter Kapazität. (belga/rt)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren