Haushaltshilfen unter Druck: Kunden verlangen mehr Leistung

<p>Viele Haushaltshilfen berichten nach der Verteuerung der Dienstleistungsschecks von steigenden Anforderungen durch ihre Kunden.</p>
Viele Haushaltshilfen berichten nach der Verteuerung der Dienstleistungsschecks von steigenden Anforderungen durch ihre Kunden. | Illustrationsbild: picture alliance/dpa

Demnach geben 21 Prozent der Befragten an, dass Kunden erwarten, mehr Aufgaben in derselben Zeit zu erledigen. Insgesamt stellen 80 Prozent fest, dass sich das Verhalten der Auftraggeber seit der Preiserhöhung verändert hat. So sollen häufig die gleichen Leistungen erbracht werden, obwohl weniger Arbeitsstunden bezahlt werden.

Zudem berichten einige Haushaltshilfen von einem raueren Umgangston: Zehn Prozent sprechen von weniger Verständnis seitens der Kunden, 17 Prozent empfinden die Anforderungen als gestiegen.

Aus Angst, ihre Stelle zu verlieren, geben viele Beschäftigte dem Druck nach. Sie arbeiten schneller oder übernehmen zusätzliche Aufgaben ohne Bezahlung. Fast die Hälfte der Befragten hat nach eigenen Angaben seit der Preiserhöhung Kunden verloren – in manchen Fällen bis zu drei oder mehr.

Hintergrund ist eine Reform der Dienstleistungsschecks: In Flandern wurde die steuerliche Absetzbarkeit abgeschafft, zugleich stieg der Preis pro Scheck auf zehn Euro. Auch in der Region Brüssel-Hauptstadt und in der Wallonie kam es zu deutlichen Preiserhöhungen. (belga/rt)

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