Der entscheidende Moment fiel am Samstagnachmittag: In der 14. Wertungsprüfung wurde Spitzenreiter Sami Pajari durch einen Reifenschaden zurückgeworfen. Neuville nutzte die Gelegenheit eiskalt und übernahm die Führung. Auch Takamoto Katsuta verlor Zeit – plötzlich hatte der gebürtige St.Vither einen komfortablen Vorsprung.
Zuvor hatte sich noch ein enger Kampf abgezeichnet. Neuville lag zur Mittagszeit auf Rang zwei, hielt aber konstant den Druck hoch. Nach dem Wendepunkt am Nachmittag ließ er nichts mehr anbrennen und fuhr die letzten Prüfungen kontrolliert zu Ende.
Mit einer Führung von 1:14,5 Minuten auf Katsuta und 1:46,4 Minuten auf Pajari startet der Ostbelgier nun in den Sonntag. Entsprechend zufrieden zeigte sich Neuville nach dem letzten Abschnitt: „Es läuft an diesem Wochenende wirklich sehr gut“, erklärte er. „Wir haben ein Setup gefunden, das perfekt passt, und können mit den anderen mithalten. Ich fühle mich im Auto richtig wohl und genieße es.“
Während Neuville vorne souverän agiert, spielen andere Topfahrer keine Rolle mehr im Kampf um den Sieg. Die WM-Führenden Oliver Solberg und Elfyn Evans, die am Freitag nach Ausrutschern zurückgefallen waren, sind zwar wieder im Rennen, konzentrieren sich aber nur noch auf zusätzliche Punkte.
Am Sonntag stehen noch vier Wertungsprüfungen auf dem Programm, darunter die abschließende Power Stage (14,56 km) um 13.15 Uhr. Wenn Neuville seinen Vorsprung verteidigt, könnte er einen wichtigen Erfolg im Titelrennen feiern. (calü)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren