Die Initiative, die sich am Modell internationaler Wirtschaftsmissionen orientiert, bringt rund 40 Unternehmenschefs aus beiden Landesteilen zusammen. Organisiert wird die Reise von den Unternehmernetzwerken VOKA und AKT.
Ziel ist es, die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den wirtschaftlichen Akteuren im Norden und Süden des Landes weiter zu stärken – gerade in einer Zeit globaler Unsicherheiten. Entscheidend sei es, die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene zu erhöhen.
Enge Partner mit Potenzial
Dass die beiden Regionen enger zusammenrücken sollen, kommt nicht von ungefähr: Flandern und die Wallonie sind füreinander die wichtigsten Handelspartner – noch vor Ländern wie Frankreich oder den Niederlanden. Zwar sind laut Angaben des Palasts bereits rund 85 Prozent der belgischen Unternehmen in mehreren Regionen aktiv, dennoch bestehe weiterhin „Potenzial für eine intensivere interregionale Zusammenarbeit“, um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit voll auszuschöpfen.
Dabei ergänzen sich die beiden Landesteile in zentralen Punkten: Während die Wallonie mit Flächen und Arbeitskräften punktet, bringt Flandern vorrangig Investitionskraft und logistische Stärken ein.
Fokus auf Zukunftsbranchen
Im Mittelpunkt der Mission stehen Schlüsselthemen wie Innovation, Arbeitsmobilität, berufliche Ausbildung – auch im dualen System –, Kreislaufwirtschaft, Verteidigung und Biopharmazie. Ein besonderer Fokus liegt zudem auf Produktivitätssteigerungen durch neue Technologien wie Künstliche Intelligenz.
Auf dem Programm stehen Besuche bei führenden Unternehmen in beiden Regionen. In der Wallonie sind unter anderem Odoo, IBA, DEME Environnement und Sonaca vorgesehen. In Flandern werden unter anderem Renson, Barco und VPK besucht. (belga/calü)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren