Wie die Tageszeitung „La Meuse“ berichtet, ereignete sich der Vorfall gegen Mittag, ausgerechnet während einer Übung der Spezialeinheit GRIMP der Hilfeleistungszone Vesdre, Hoëgne et Plateau (VHP). Die Einsatzkräfte wurden unmittelbar alarmiert und rückten mit mehreren Fahrzeugen aus, darunter eine Ambulanz aus Eupen sowie ein Löschfahrzeug aus Limbourg.
Vor Ort bot sich den Rettern ein heikler Anblick: Eine Frau mit eingeschränkter Mobilität war aus ihrem Rollstuhl in einen steilen Abhang gestürzt. Ein Mann, der ihr offenbar helfen wollte, verlor ebenfalls den Halt und fiel. Dabei zog er sich Verletzungen am Kopf und im Gesicht zu und wurde umgehend von den Feuerwehrleuten versorgt.
Die GRIMP-Spezialisten konzentrierten sich währenddessen auf die Bergung der Frau. Sie saß wenige Meter oberhalb des Wassers im Hang fest. Zwar bestand keine akute Lebensgefahr, doch war sie nicht mehr in der Lage, den rund 45 Grad steilen Abhang aus eigener Kraft zu überwinden.
Um sie sicher nach oben zu bringen, richteten die Einsatzkräfte eine technische Tragebergung ein. Die Frau wurde schließlich Schritt für Schritt zurück auf den asphaltierten Rundweg gebracht. Trotz des schwierigen Geländes verlief der Einsatz zügig: Nach rund einer halben Stunde war die Bergung abgeschlossen.
Beide Verletzten wurden anschließend zur weiteren Behandlung mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. (calü)

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