Fast 1.200 Menschen wandern in Elsenborn gegen den Asbest-Krebs

Als ortsansässiger Verein waren die Wanderfalken Weywertz in Zusammenarbeit mit dem Wanderverein La Royale Godasse Oupeye federführend bei der Ausrichtung der Veranstaltung. Von der Organisation her hat alles gepasst, freuten sich die beiden Wanderpräsidenten Joseph Simon und Joseph Mertens. Die Wanderung dient dem Gedenken der ehemaligen Wander-Ikone und 100 Km-Bezwingerin Paula Thunus-Masson aus Elsenborn, die am 10. März 2016 im Alter von 67 Jahren an Mesotheliom-Asbest-Krebs verstorben ist.

Der Ehegatte von Paula Masson, René Thunus aus Hermée/Oupeye, seine Familie und viele Freunde haben den Kopf nicht hängen gelassen und setzen sich seitdem mit allen Kräften dafür ein, den an Asbest erkrankten Menschen eine Chance zu geben. „Wir tun es im Gedenken an Paula, vor allem aber für jene, die auch heute täglich gegen diese Krankheit kämpfen müssen“, erklärt der aus Sourbrodt gebürtige René Thunus. Für ihn ist es umso wichtiger, darauf aufmerksam zu machen, dass es mehr Forschung und Unterstützung für Patienten braucht, die an dieser seltenen und tödlichen Krankheit leiden", unterstreicht der 76-Jährige. Mesotheliome wird durch das Einatmen von Asbeststaub verursacht.

Viele Angehörige und fast 1.200 Wanderfreunde konnten die zurückgelegte Strecke loben: "Das war perfekt!" Unter den Teilnehmern waren viele Wanderfreunde aus Sourbrodt, die einstimmig berichteten: "Die Wandertour war sehr schön und verlief größtenteils geschützt im Wald."

Der Weywertzer Co-Wandervereinsvorsitzende Joseph (Jupp) Simon betonte die hervorragende Zusammenarbeit der beiden ausrichtenden Wandervereinen aus Weywertz und Oupeye und weiterer ehrenamtlichen Mitarbeiter. Er dankte den beiden auftretenden Musikvereinen aus Elsenborn und Mürringen, die zugunsten der Mesoltheliome-Krebsforschung auftraten.

Angeboten wurden vier Wandertouren mit vier, sechs, zwölf und 20 Kilometern. Für die Ausrichter bedeutete das viel Arbeit im Vorfeld. In Nidrum gab es bei Monika Scholz eine bestens ausgestattete Verpflegungsstation. Rund 45 Helfer der beiden organisierenden Vereine aus Weywertz und Oupeye sorgten dafür, dass der Wandertag reibungslos ablief.

Mehrere Wandervereine reisten mit Bussen nach Elsenborn an. Insgesamt waren es am Ende 1.187 Wanderer. Damit war René Thunus mehr als zufrieden. "Es haben rund 300 Wanderer mehr als letztes Jahr teilgenommen."

Auch Bütgenbachs Ehrenbürgermeister und Präsident des Wandersportverbandes Ostbelgien (WSVO), Emil Dannemark aus Weywertz, nahm wie in den vergangenen Jahren an der Benefizveranstaltung teil und unterstützte die Aktion, um das harte Schicksal so vieler krebskranker Menschen zu erleichtern. "Paula Masson habe ich gut gekannt. Sie war eine bemerkenswerte und außergewöhnliche Frau", unterstrich Emil Dannemark, seit fast 30 Jahren Schriftführer des Internationalen Volksportverbandes (IVV).

Die Spenden und der gesamte Erlös aus der Bewirtung gehen an die Mesoltheliome-Krebsforschung der Universitätsklinik CHU Sart Tilman. Das Geld wird dringend benötigt. Im vergangenen Jahr 2025 konnten 7.500 Euro überwiesen werden. (kli)

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