Es ist schon bemerkenswert, welche „Leistungen“ unsere Gemeinde ihren Bürgerinnen und Bürgern bietet – oder besser gesagt: nicht mehr bietet. Das Tourismusbüro? Geschlossen. Das Polizeibüro? Ebenfalls geschlossen. Unterstützung für den Unterhalt der Waldwege? Fehlanzeige. Dabei wären gerade diese doch ein Aushängeschild für Lebensqualität und sanften Tourismus.
Stattdessen dürfen wir beobachten, wie Gemeindewege offenbar eine ganz neue Bestimmung gefunden haben: als inoffizielle Teststrecken für Rallyefahrten. Man muss ja schließlich Prioritäten setzen. Dass dabei weder Ruhe noch Sicherheit unbedingt gefördert werden, scheint ein eher nebensächlicher Aspekt zu sein. Über die Rolle der Kirchenfabriken ließe sich an dieser Stelle auch noch einiges sagen – aber vielleicht würde das den Rahmen sprengen. Oder die Geduld der Leserinnen und Leser.
Angesichts dieser Entwicklungen drängt sich eine Frage fast von selbst auf: Wäre es nicht an der Zeit, ernsthaft über eine Fusion mit St.Vith nachzudenken? Vorausgesetzt natürlich, man wäre dort überhaupt bereit, uns aufzunehmen. Vielleicht müsste man sich dort erst vergewissern, ob sie noch ein funktionierendes Tourismusbüro oder gar ein offenes Polizeibüro übrig haben.
Ironie beiseite: Eine Gemeinde sollte mehr sein als die Summe geschlossener Türen und verpasster Chancen. Es wäre wünschenswert, wenn wieder mehr Augenmerk auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Bevölkerung gelegt würde, bevor man sich endgültig die Frage stellen muss, wofür es diese Gemeinde überhaupt noch gibt.
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