Nach Ultimatum-Gerüchten: Romelu Lukaku meldet sich zu Wort

<p>„Big Rom“ im Dress der SSC Neapel</p>
„Big Rom“ im Dress der SSC Neapel | Foto: Photo News

„Ich würde Napoli niemals den Rücken kehren, niemals. Es gibt nichts, was ich lieber tue, als mit meiner Mannschaft zu spielen und zu gewinnen“, erklärte der 30-Jährige. Gleichzeitig machte er deutlich, dass gesundheitliche Probleme derzeit Priorität haben: „Im Moment muss ich dafür sorgen, dass ich wieder bei 100 Prozent bin. Das war ich zuletzt nicht – und das hat mich auch mental belastet.“

Reha in Belgien sorgt für Unmut

Lukaku hatte sich in der vergangenen Woche im Basecamp der Roten Teufel in Tubize eingefunden, verzichtete jedoch auf das Trainingslager der Nationalmannschaft in den USA. Stattdessen arbeitet er individuell in Belgien an seiner körperlichen Verfassung – eine Entscheidung, die in Italien nicht überall auf Verständnis stößt.

<p>Ultimatum aus Neapel? Romelu Lukaku verteidigt Entscheidung für Reha in Belgien.</p>
Ultimatum aus Neapel? Romelu Lukaku verteidigt Entscheidung für Reha in Belgien. | Foto: Photo News

Medienberichten zufolge erwartet die SSC Neapel, dass der Angreifer nach Süditalien zurückkehrt. Der Sender „Sky Italia“ berichtete sogar von einem Ultimatum: Sollte Lukaku nicht kurzfristig zurückkehren, drohe ihm die Streichung aus dem Kader.

Verletzung und persönlicher Verlust

Der Stürmer selbst verwies auf die Hintergründe seiner Entscheidung. „Diese Saison war schwierig – wegen der Verletzung und auch wegen persönlicher Verluste“, schrieb Lukaku mit Blick auf den Tod seines Vaters Roger. Untersuchungen in Belgien hätten zudem eine Entzündung sowie Flüssigkeit im Bereich des Hüftbeugers gezeigt. „Ich habe mich bewusst dafür entschieden, meine Reha in Belgien zu machen, damit ich der Mannschaft helfen kann, wenn ich wieder gebraucht werde“, so Lukaku weiter.

Schwierige Saison beim Klub

Sportlich verlief die Saison für den Rekordtorschützen der Roten Teufel bislang alles andere als optimal. Nach einer monatelangen Pause wegen einer Oberschenkelverletzung feierte er Ende Januar zwar sein Comeback, kam danach aber meist nur zu Kurzeinsätzen. Lediglich gegen Hellas Verona konnte er treffen.

Auch die Konkurrenzsituation erschwert seine Lage: Neapel-Trainer Antonio Conte setzt in seinem System nur auf eine zentrale Spitze – aktuell erhält Rasmus Højlund den Vorzug.

Dennoch zeigt sich Lukaku kämpferisch: „Es war ein schweres Jahr, aber ich werde zurückkommen und Napoli sowie der Nationalmannschaft helfen, ihre Ziele zu erreichen. Das ist alles, was ich will.“ (calü)

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