Warnstreiks legen Nahverkehr am Dienstag und Donnerstag lahm

<p>Warnstreiks legen Nahverkehr am Dienstag und Donnerstag lahm</p>
Archivbild: Fabian Strauch/dpa/dpa-tmn

Keine Stadtbahnen und nur wenige fahrende Busse am Dienstag und Donnerstag: Gleich an zwei Tagen in dieser Woche müssen Fahrgäste im kommunalen Nahverkehr Nordrhein-Westfalens mit deutlichen Einschränkungen rechnen. Die Gewerkschaft Verdi ruft für Donnerstag (19. März) in allen Regionen Beschäftigte von Nahverkehrsbetrieben zum Warnstreik auf. Busse und Stadtbahnen stünden in den bestreikten Betrieben von der frühesten Frühschicht bis zur spätesten Spätschicht weitgehend still.

Donnerstag Höhepunkt der Warnstreikwelle

Bereits an diesem Dienstag (17. März) werden voraussichtlich vielerorts Bahnen und Busse in den Depots der Nahverkehrsbetriebe bleiben. Denn für diesen Tag hat die Gewerkschaft Fahrerinnen und Fahrer im kommunalen Nahverkehr zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Verdi bestreikt in dieser Woche zunächst Teilbereiche der Nahverkehrsbetriebe, bevor am Donnerstag alle Beschäftigten zum Warnstreik aufgerufen sind. Auf diese Weise solle deutlich werden, welche Berufsgruppen täglich dafür sorgten, dass der Nahverkehr funktioniere.

Auch Werkstätten werden bestreikt

Die neue Warnstreikwelle im NRW-Nahverkehr ist am Montag (16. März) in den Kundenzentren und Verwaltungen von etlichen Nahverkehrsbetrieben gestartet. Am Dienstag (17. März) folgen mit dem Fahrdienst die Fahrerinnen und Fahrer. Am Mittwoch (18. März) sind nach dem Gewerkschaftsplan viele Werkstätten von Nahverkehrsbetrieben an der Reihe. Höhepunkt der neuen Warnstreikwelle in dieser Woche soll dann der Donnerstag (19. März) sein mit dem Streikaufruf an alle Teilbereiche von Nahverkehrsbetrieben in Nordrhein-Westfallen.

Welche Verkehrsalternativen gibt es?

Erfahrungsgemäß fahren einige Busse privater Subunternehmer. Außerdem sind S-Bahnen und Regionalzüge nicht von dem Tarifkonflikt im kommunalen Nahverkehr von NRW betroffen und können etwa innerhalb der Großstädte genutzt werden, um ein großes Stück voranzukommen. Der ADAC rät in solchen Fällen zu Fahrgemeinschaften und für kurze Strecken zum eigenen Fahrrad oder zu Sharing-Angeboten, etwa Leihräder oder Elektroscooter.

Warum werden Verkehrsbetriebe bestreikt?

Der Tarifkonflikt dreht sich um die Arbeitsbedingungen der etwa 30.000 Beschäftigten in rund 30 kommunalen Verkehrsbetrieben in NRW. In den bislang zwei Verhandlungsrunden ist keine Einigung erzielt worden. Aseag in Aachen ist eines der wenigen Unternehmen, das nicht Teil dieses Tarifkonflikts ist.

Verdi NRW will die wöchentliche Arbeitszeit von 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich verkürzen. Die Ruhezeit zwischen zwei Schichten soll außerdem von 10 auf 11 Stunden erhöht werden. Der Zuschlag für Sonntagsarbeit soll von 25 Prozent des Stundenentgelts auf mindestens 40 Prozent steigen. (dpa/rt)

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