Die Explosion ereignete sich kurz vor 4 Uhr morgens vor dem jüdischen Gotteshaus in der Rue Léon Frédéricq. Verletzt wurde nach ersten Angaben niemand. Allerdings entstand erheblicher Sachschaden. So wurden unter anderem Fensterscheiben von Gebäuden auf der gegenüberliegenden Straßenseite durch die Druckwelle zerstört.
„Wir verurteilen diesen extrem gewalttätigen antisemitischen Akt aufs Schärfste. Ein solcher Angriff widerspricht der Lütticher Tradition des Respekts gegenüber anderen“, erklärte Willy Demeyer in einer ersten Reaktion. Zugleich betonte er, es könne nicht angehen, „externe Konflikte in unsere Stadt zu importieren“.
Die betroffene Straße bleibt während der Ermittlungen weiterhin gesperrt. Rund um den Tatort wurde ein Sicherheitsperimeter eingerichtet, teilte die lokale Polizei mit. Die Ermittlungen wurden inzwischen der föderalen Kriminalpolizei übertragen.
Der Präsident des Koordinierungsausschusses der jüdischen Organisationen Belgiens (CCOJB), Yves Oschinsky, sprach von einem „äußerst beunruhigenden, schweren und besorgniserregenden antisemitischen Akt“. (belga/calü)

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