Grund dafür ist, dass zahlreiche Sicherheitskräfte und Mitarbeiter der Bodenabfertigung an der Protestaktion teilnehmen wollen. Um die Sicherheit für Passagiere und Personal gewährleisten zu können und lange Warteschlangen zu vermeiden, habe man entschieden, sämtliche Abflüge zu annullieren, erklärten die Verantwortlichen des Flughafens.
Ankommende Flüge sollen grundsätzlich weiterhin möglich sein. Allerdings rechnet der Airport auch hier mit Verspätungen und möglichen Streichungen.
Die Airlines werden ihre Kunden direkt über Änderungen informieren und Alternativen anbieten. Einige Gesellschaften haben bereits reagiert: Die größte Fluggesellschaft am Brussels Airport, Brussels Airlines, ermöglicht ihren Passagieren seit einigen Tagen, Flüge vom 12. März kostenlos umzubuchen.
Die Entscheidung des Flughafens kommt nicht völlig überraschend. Bei vergleichbaren Gewerkschaftsaktionen im vergangenen Jahr wurden ebenfalls regelmäßig alle abgehenden Passagierflüge gestrichen.
Seit Anfang 2025 ist es bereits das achte Mal, dass der Flugverkehr am Brussels Airport durch eine Gewerkschaftsaktion beeinträchtigt wird – obwohl sich die Proteste nicht direkt gegen den Flughafen richten, sondern gegen politische Maßnahmen der Föderalregierung. Allein im vergangenen Jahr führten sieben Gewerkschaftsaktionen zu erheblichen Störungen. Nach Angaben des Flughafens mussten rund 2.400 Flüge gestrichen werden, was zu etwa 275.000 weniger Reisenden führte. Der Flughafenbetreiber kritisierte in der Vergangenheit wiederholt die Auswirkungen solcher Aktionen auf den Betrieb, insbesondere weil sich die Proteste nicht gegen den Flughafen selbst richten.
Die großangelegte Protestaktion beginnt am Donnerstagvormittag am Brüsseler Nordbahnhof. Tausende Teilnehmer werden erwartet. (belga/calü)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren