Ursprünglich war vorgesehen, die neue Linie mit Endstation Mailand am 18. Juni in Betrieb zu nehmen. „Der Start im September ist später als ursprünglich geplant“, räumt Mitgründer Chris Engelsman ein. „Das hängt mit der großen Zahl an Bauarbeiten in Deutschland im Sommer und mit allen Verfahren zusammen, die wir in der Schweiz durchlaufen müssen.“
Nach Einschätzung des Unternehmens wäre ein zuverlässiger Betrieb während der Sommermonate nicht gewährleistet gewesen. „Mit einem Start im September schaffen wir Zeit und Raum, um alles sorgfältig vorzubereiten“, heißt es weiter.
Angepasste Route durch die Schweiz
Auch die Strecke selbst wurde leicht angepasst. In der Schweiz wird der Zug nicht in der Hauptstadt Bern halten, sondern unter anderem über Zürich und Lugano fahren. In Italien sind Stopps in Como vorgesehen, bevor der Zug gegen 11.30 Uhr in Mailand ankommt.
Der Nachtzug soll dreimal pro Woche in beide Richtungen verkehren. Abfahrt im Brüsseler Südbahnhof ist jeweils montags, donnerstags und samstags gegen 18 Uhr. Noch am Abend hält der Zug in Lüttich, Aachen und Köln. Am nächsten Morgen folgen Halte in Zürich, Art-Goldau, Göschenen, Bellinzona, Lugano, Chiasso und Como.
Die Rückfahrt startet mittwochs, freitags und sonntags gegen 17.30 Uhr in Mailand. Ankunft im Brüsseler Südbahnhof ist am Folgetag gegen 11.10 Uhr. Der Ticketverkauf beginnt am 17. März.
Amsterdam-Anbindung erst später
Zunächst wird nur ein Zug von Brüssel nach Mailand verkehren. Eine zusätzliche Verbindung ab Amsterdam ist erst für etwa 2027 vorgesehen. Beide Züge sollen dann in Deutschland gekoppelt beziehungsweise getrennt werden.
European Sleeper sieht in der neuen Strecke eine „entscheidende neue Nord-Süd-Verbindung auf europäischer Ebene“. Der Nachtzug richte sich sowohl an Freizeit- als auch an Geschäftsreisende und verbinde „wichtige wirtschaftliche und kulturelle Regionen Europas effizient in einer Nacht“.
Bereits heute betreibt das Unternehmen Nachtzüge von Brüssel über Amsterdam nach Berlin, Dresden und Prag. Ende März kommt eine weitere Verbindung zwischen Paris, Brüssel und Berlin hinzu.
Mit der neuen Mailand-Route will European Sleeper sein Netz weiter ausbauen – wenn auch etwas später als geplant. (belga/calü)

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