Insgesamt erhielt Touring, das unter anderem Pannenhilfe, Reiseversicherungen und Rechtsberatung anbietet, während der Ferienzeit 5.225 Anrufe und führte 1.598 Einsätze durch. In 500 Fällen ging es um medizinische Notfälle – ebenfalls etwas weniger als im vergangenen Jahr (553 Einsätze).
Der Rückgang bei den Skiunfällen hat laut Touring mehrere Gründe. „Die Zahl der Skiunfälle ist niedrig, unter anderem weil es aufgrund starker Schneefälle in den Alpen weniger Möglichkeiten zum Skifahren gab“, erklärt der Mobilitätsclub. Zahlreiche Pisten seien wegen erhöhter Lawinengefahr geschlossen gewesen. Zudem hätten viele Urlauber kurzfristig ihre Pläne geändert und sich statt für einen Skiurlaub für sonnigere Reiseziele entschieden.
Wenn es zu Unfällen kam, handelte es sich meist um Schulterbrüche, Verrenkungen von Armen, Beinen oder Händen. Positiv fällt auf: Die Zahl der Kopfverletzungen sinkt seit Jahren kontinuierlich. Immer mehr Skifahrer tragen mittlerweile einen Helm – eine Entwicklung, die sich offenbar auszahlt.
Neben medizinischen Notfällen leistete Touring 1.037 technische Hilfseinsätze, darunter 94 Rücktransporte von Fahrzeugen. Autofahrer hatten vor allem mit klassischen Problemen wie Reifenpannen, leeren Batterien oder Bremsdefekten zu kämpfen. Die meisten Hilferufe kamen aus Spanien sowie aus den Nachbarländern Belgiens.
Bereits vor zehn Tagen hatte auch Europ Assistance einen Rückgang bei Skiunfällen gemeldet. In der Woche vom 14. bis 20. Februar – der einzigen Ferienwoche, die in allen drei Gemeinschaften zeitgleich stattfand – wurden 162 medizinische Dossiers im Zusammenhang mit Skifahren eröffnet. Das waren 26 Prozent weniger als in den Karnevalsferien 2024. Auch hier wurden die schlechten Wetterbedingungen als Hauptgrund genannt.
Unterm Strich zeigt sich: Weniger Skitage bedeuteten in diesem Jahr auch weniger Unfälle – ein erfreulicher Trend für Wintersportler und Versicherer gleichermaßen. (belga/calü)

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