Im Mittelpunkt des Treffens steht die Frage, wie die vereinbarten Vorhaben nun praktisch umgesetzt werden können. Die Vereinbarung sieht eine verstärkte Zusammenarbeit auf mehreren Ebenen vor: den Aufbau eines umfassenden Sicherheitsdialogs, die Modernisierung der justiziellen Kooperation sowie eine engere Abstimmung in Migrationsfragen. Darüber hinaus wollen Belgien und Marokko ihre Zusammenarbeit in strategischen Wirtschaftssektoren wie Energie, Infrastruktur, Bauwesen und Hafenlogistik ausbauen.
Neben den bilateralen Themen stehen auch internationale Dossiers auf der Tagesordnung. So wollen Prévot und Bourita unter anderem über die Lage im Nahen Osten sprechen. „Die wachsende Instabilität in der Region und die jüngsten iranischen Angriffe erfordern eine enge Koordinierung zwischen der Europäischen Union und ihren Partnern“, heißt es aus dem Umfeld des Ministers.
Für Prévot ist klar: Die im Herbst vereinbarte Agenda darf kein bloßes Papier bleiben. „Wir haben im Oktober eine Roadmap vereinbart. Jetzt geht es darum, sie auch umzusetzen – konkret, messbar, in allen Bereichen und nach dem vereinbarten Zeitplan“, betonte er vor seiner Abreise.
Der Außenminister unterstreicht die besondere Bedeutung der Beziehungen zu Rabat. „Marokko ist nicht einfach irgendein Partner. Es ist unsere umfassendste bilaterale Beziehung in der gesamten Region“, so Prévot. Die Verbindungen seien wirtschaftlicher, kultureller und menschlicher Natur. „Mit 800.000 Landsleuten marokkanischer Herkunft tragen wir eine gemeinsame Geschichte und eine gemeinsame Zukunft.“ (calü)

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