EU stuft Risiko durch belastete Säuglingsmilch als gering ein

<p>Nach europaweiten Rückrufen stufen EFSA und ECDC das Risiko durch möglicherweise kontaminierte Säuglingsmilch inzwischen als gering ein.</p>
Nach europaweiten Rückrufen stufen EFSA und ECDC das Risiko durch möglicherweise kontaminierte Säuglingsmilch inzwischen als gering ein. | Illustrationsbild: picture alliance/dpa

Angesichts des Umfangs der Rückrufaktionen sei die Wahrscheinlichkeit einer Exposition gegenüber kontaminierten Säuglingsanfangsnahrungen derzeit niedrig. Allerdings könnten weitere Fälle auftreten, falls zurückgerufene Produkte weiterhin in Haushalten verwendet statt zurückgegeben würden, warnen die Behörden.

Seit Dezember haben mehrere Hersteller – darunter große europäische Unternehmen wie Nestlé, Danone und Lactalis – Säuglingsmilch zurückgerufen, die mit dem Toxin Cereulid belastet sein könnte. Die Maßnahmen betrafen mehr als 60 Länder.

Sieben europäische Staaten, darunter Frankreich, Belgien und das Vereinigte Königreich, meldeten Fälle von Babys mit Magen-Darm-Symptomen nach dem Konsum von Milchpulver. In Frankreich untersuchen die Behörden zudem den Tod von drei Säuglingen, die möglicherweise Produkte aus den betroffenen Chargen konsumiert hatten. Ein wissenschaftlicher Zusammenhang sei bislang jedoch nicht nachgewiesen, betont das französische Gesundheitsministerium. Die Ermittlungen dauern an.

Nach Angaben der Behörden wurde Cereulid erstmals im Dezember in Chargen nachgewiesen, die Arachidonsäure-Öl eines Produzenten aus China enthielten. Die EFSA hatte zuvor einen maximal tolerierbaren Wert von 0,014 Mikrogramm Cereulid pro Kilogramm Körpergewicht vorgeschlagen. Für Säuglingsnahrung entspricht dies 0,054 Mikrogramm pro Liter. (belga/rt)

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