Der Junge war am 23. Januar im Krankenhaus AZ Jan Portaels in Vilvoorde per Kaiserschnitt zur Welt gekommen. Da das Frühchen Atemunterstützung benötigte und die erforderliche Ausrüstung offenbar nicht vor Ort verfügbar war, wurde es in die Universitätsklinik UZ Brussel nach Jette verlegt. Dort setzte man einen Nabelkatheter, um Blutentnahmen zu erleichtern.
Im Zuge dieses Eingriffs sollen zwei Produkte verwechselt worden sein: eines zur Reinigung des Katheters und ein anderes zur Desinfektion der Wunde am Nabel. Nach bisherigen Informationen könnte dem Säugling dabei Ethanol verabreicht worden sein.
Das Kind verstarb am 24. Januar an akutem Leberversagen. Laut den von der Zeitung zitierten Eltern habe das Krankenhaus den möglichen Fehler eingeräumt und selbst die Polizei informiert.
Das UZ Brussel erklärte, man habe den Eltern lediglich eine mögliche Erklärung geliefert. Neben der Untersuchung durch die Staatsanwaltschaft laufe auch eine interne Prüfung. Aus Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen und die Privatsphäre der Familie wolle man keine weiteren Angaben machen.
Wie eine Sprecherin der Brüsseler Staatsanwaltschaft mitteilte, wurde die Polizei am 24. Januar wegen eines „verdächtigen Todesfalls“ am UZ Brussel hinzugezogen. Die Behörde stufe den Fall als verdächtig ein. Ein Untersuchungsrichter sei eingeschaltet worden, um alle notwendigen Ermittlungsmaßnahmen durchzuführen.
Weitere Details werden mit Verweis auf das Untersuchungsinteresse und den Schutz der Eltern derzeit nicht bekannt gegeben. (belga/rt)

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