Demnach hatte ihr Wettkampftag in Ostflandern allerdings mit einer kleinen Enttäuschung begonnen: Im Viertelfinale unterlag sie überraschend einer Konkurrentin aus Ostende, die sie bei zwei Wurfansätzen konterte und so an ihrer Stelle ins Halbfinale einzog. „In der Trostrunde konnte die 12-jährige Eupenerin dann wieder an die Leistungen anknüpfen, die sie in den Vorwochen gezeigt hatte, um sich für die belgische Meisterschaft zu qualifizieren“, heißt es weiter.

Nachdem sie in ihrem ersten Kampf zunächst einen Strafpunkt für extreme Defensivhaltung bekam, sicherte sie sich mit einem eindeutigen Ipponsieg den Kampf um den dritten Platz. Ähnlich erkämpfte sie sich ihre Bronzemedaille: Unbeirrt von der sehr offensiv eingestellten flämischen Gegnerin, gewann Camic nach kurzer Kampfdauer wieder mit Ippon für einen Hüftwurf.
Nachdem Luca Kochkiani, ein anderes Mitglied des Eupener Kampfsportvereins, im Vorjahr bei den U18 mit seinem 5. Platz noch knapp das Siegertreppchen verpasst hatte, konnte Naida Camic damit als erste Eupener Judoka seit Kattrin Jadin 1997 eine Medaille bei einer Landesmeisterschaft gewinnen. (red/kupo)

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