Überfüllte Haftanstalten: Soldaten als Wachpersonal?

<p>Mehr als 600 sogenannte Bodenschläfer verschärfen die Überbelegung in belgischen Gefängnissen – ein möglicher Militäreinsatz wird diskutiert.</p>
Mehr als 600 sogenannte Bodenschläfer verschärfen die Überbelegung in belgischen Gefängnissen – ein möglicher Militäreinsatz wird diskutiert. | Foto: belga

Zuvor hatte die Generaldirektorin der Gefängnisverwaltung, Mathilde Steenbergen, erneut Alarm geschlagen. Die Zahl der sogenannten Bodenschläfer in den Gefängnissen liege wieder bei über 600, die Lage sei unhaltbar. Sie schließt außergewöhnliche Maßnahmen nicht aus. Falls nötig, müssten vorübergehend Polizei oder Armee zur Bewachung eingesetzt werden, um das Gefängnispersonal zu entlasten.

Überbelegung bleibt DauerproblemDie Regierung ringt seit Monaten mit der angespannten Situation in den Haftanstalten. „Die Frage der Überbelegung ist ein großes Problem. Und ich finde, dass Verurteilte human bestraft werden müssen“, erklärte Francken.

Zugleich verwies der Minister auf die frühere Rolle Steenbergens. Sie war in der vergangenen Legislaturperiode Kabinettschefin der damaligen Justizminister Vincent Van Quickenborne und Paul Van Tigchelt (beide damals Open VLD). Laut Francken habe sie „das ganze Elend mitorganisiert“. (belga/rt)

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