Krise der Kinobranche: Belga Films ist bankrott

<p>White Cinema im Brüsseler Einkaufszentrum Docks</p>
White Cinema im Brüsseler Einkaufszentrum Docks | Foto: Photo News

In der Branche sorgt die Nachricht für erhebliche Unruhe. „Das zeigt, wie schwierig die Lage im Kinosektor derzeit ist“, erklärte Thierry Laeremans vom Verband der belgischen Kinos. Wenn selbst ein Traditionsunternehmen mit einem Portfolio erfolgreicher Filme wie „The Hunger Games“ nicht überleben könne, sei das ein deutliches Warnsignal.

Belga Films gehörte zu den rund 30 unabhängigen Filmverleihern des Landes. Das Unternehmen erwarb internationale Filmrechte und verhandelte mit belgischen Kinos über Spielzeiten und Vermarktung – ein kostspieliges Geschäft ohne Garantie auf Kassenerfolge. Besonders stark betroffen war Belga Films vom rückläufigen Kinopublikum seit der Corona-Pandemie. Viele Produktionen waren zudem rasch auf Streamingplattformen verfügbar.

Zusätzliche Belastung brachte der Betrieb des White Cinema im Brüsseler Einkaufszentrum Docks mit acht Sälen und 950 Sitzplätzen. Trotz moderner Infrastruktur blieben die Besucherzahlen hinter den Erwartungen zurück. (belga/gz)

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