Kinder haben in Brüssel weniger Zugang zu Grünflächen als anderswo

<p>Ein Blick von oben auf die Hauptstadt</p>
Ein Blick von oben auf die Hauptstadt | Foto: belga

Untersucht wurde, wie gut Kinder in und rund um Grundschulen Zugang zu öffentlichen Freiräumen haben – sowohl während als auch nach der Schulzeit. Verglichen wurde Brüssel mit Barcelona, Rotterdam und Paris.

Die Ergebnisse zeigen: Kinder aus wohlhabenderen Familien besuchen häufiger Schulen in grüneren Vierteln. Zwar gibt es solche Unterschiede in allen untersuchten Städten, doch Brüssel fällt laut der Forscherin durch besonders ausgeprägte sozioökonomische Ungleichheiten auf. „Die räumliche Struktur spielt dabei eine wichtige Rolle“, so Gallez.

Für die Studie wurden zudem 418 Eltern und 72 Lehrkräfte befragt. Die Umfragen unterstreichen die große Bedeutung eines grünen Umfelds für Kinder. Gleichzeitig zeigt sich ein bemerkenswerter Effekt: Kinder aus sozial schwächeren Vierteln nutzen – trotz schlechterem Zugang – die vorhandenen Grünflächen verhältnismäßig intensiver.

Die Forscherin plädiert dafür, die Stadtbegrünung stärker mit der Bildungspolitik zu verknüpfen. Konkret spricht sie sich für weiter begrünte Schulhöfe und mehr Unterricht im Freien aus, um Kindern den Zugang zur Natur zu erleichtern. (belga/calü)

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