Konkret starben 27.337 Menschen an Tumoren und 26.064 an Erkrankungen des Kreislaufsystems. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Bei Männern sind Tumore mit 27 Prozent die häufigste Todesursache, bei Frauen stehen Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit 24,5 Prozent an erster Stelle.
An dritter Stelle folgen Erkrankungen der Atemwege – sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Nachdem ihr Anteil zwischen 2019 und 2021 gesunken war, steigt er seit 2022 wieder an und erreichte 2023 bereits 10,7 Prozent aller Todesursachen.
Ganz anderes Bild bei jungen Menschen
Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zeigt sich ein vollkommen anderes Muster. In der Altersgruppe der 15- bis 29-Jährigen sind sogenannte äußere Ursachen die häufigsten Gründe für einen Todesfall – dazu zählen Unfälle, Stürze oder Suizid. Besonders drastisch ist die Lage bei jungen Männern zwischen 20 und 24 Jahren: 67,2 Prozent der Todesfälle gehen hier auf solche Ursachen zurück.
Covid spielt nur noch eine Nebenrolle
Das Coronavirus, das die Statistik in den vergangenen Jahren dominierte, verliert dagegen weiter an Bedeutung. 2023 wurden noch 2.068 Todesfälle auf Covid zurückgeführt – weniger als zwei Prozent aller Sterbefälle. Laut Statbel setzt sich damit der rückläufige Trend der letzten drei Jahre fort.
Wo Menschen sterben, hängt stark vom Alter ab
Der Bericht zeigt außerdem, dass der Sterbeort stark vom Alter abhängt. Jüngere Menschen sterben überwiegend zu Hause. Personen zwischen 45 und 84 Jahren hingegen am häufigsten im Krankenhaus. Wer älter als 85 Jahre ist, verstirbt meist in einer Einrichtung, in der Regel in einem Pflegeheim. (belga/calü)

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